Ammoniumchlorid
| Strukturformel | |
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| Bild:ion_p1ammonium.png Bild:ion_n1chlorid.png | |
| Allgemeines | |
| Name | Ammoniumchlorid |
| Summenformel | NH4Cl |
| Andere Namen | Ammoniummuriat, Ammoniaksalz, Salmiak, Lötstein |
| Kurzbeschreibung | weiße Kristalle |
| CAS-Nummer | 12125-02-9 |
| 50px Xn: gesundheitsschädlich | |
| R- und S-Sätze | R: 22 - 36 S: 2 - 22 |
| MAK | |
| LD50 (Ratte) | 1650 mg/kg (oral) |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Dichte | 1,53 g/cm³ |
| Molmasse | 53,49 g/mol |
| Schmelzpunkt | 335 °C |
| Siedepunkt | zerfällt |
| Dampfdruck | 1,3 hPa |
| Löslichkeit | 372 g/l bei 20 °C in Wasser |
| Gut löslich in | Wasser |
| Kristall | |
| Kristallstruktur | kubisch {8/8} |
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SI-Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht anders vermerkt wurden Normbedingungen benutzt. | |
Ammoniumchlorid (NH4Cl) ist ein weißes, gut wasserlösliches Salz, welches kubische Kristalle bildet und ein Molmasse von 53,49 g/mol sowie eine Dichte von 1,53 g/cm³ besitzt.
Mit zunehmender Temperatur dissoziert Ammoniumchlorid zu Ammoniak und Chlorwasserstoff und ist demzufolge flüchtig, bis schließlich bei 340 °C eine rasche Sublimation erfolgt. Ammoniumchlorid schmilzt bei 520 °C unter Einwirkung von Druck. Bei diesen Reaktionen ist die Anwesenheit von katalytischen Mengen Wasser erforderlich.
Vorkommen
Ammoniumchlorid fällt als Nebenprodukt bei der Gewinnung von Soda nach dem Solvay-Verfahren an. Auch natürliche Ammoniumchloridvorkommen (als Mineral) sind bekannt.
Synthese
Die Darstellung von Ammoniumchlorid erfolgt durch Neutralisation von wässriger Ammoniaklösung mit Salzsäure und anschließender Umkristallisation aus Wasser.
Verwendung
Verwendung findet Ammoniumchlorid heute unter anderem zur Herstellung von Kältemischungen, in der Färberei und Gerberei. Ebenfalls findet es Anwendung beim Verzinnen, Verzinken oder Löten, da es die Fähigkeit besitzt, mit Metalloxiden flüchtige Chloride zu bilden und somit die Metalloberfläche zu reinigen. Des Weiteren dient es in der Medizin als Expektorans und wird als Elektrolyt in Trockenbatterien eingesetzt; außerdem in Salz-Lakritz.
