Sand
| left|25px|Begriffsklärung | Dieser Artikel behandelt Sand als Gesteins-Korngröße, weitere Bezeichnungen und Namensträger unter Sand (Begriffsklärung) |
Bei Sand handelt es sich um natürlich vorkommendes, zu einer Korngröße von 0,063-2 mm zerkleinertes Gestein, das von Wind und Wasserbewegung zu Sandstränden, Dünen u.ä. aufgehäuft werden kann. In diesem Fall spricht man von einem Lockersediment. Die mineralische Zusammensetzung von Sand kann je nach Ort sehr stark variieren. Zum Beispiel besteht der feine, weiße Sand am Strand von Koralleninseln aus zermahlenen Korallenskeletten, und damit überwiegend aus Kalziumkarbonat (CaCO3). Der Großteil der Sandvorkommen besteht allerdings aus Quarz (Siliziumdioxid SiO2), denn er ist nicht nur häufig, sondern auch mit einer Härte von 7 auf der 10-stufigen Mohs'schen Härteskala besonders verwitterungsbeständig. Bekannt ist auch der grüne Sand von den Stränden Hawaiis. Seine Farbe erhält er durch das vulkanogene Olivin. Feinkörnig verwitterter Basalt sorgt für schwarze Strände.
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Einteilung nach Korngröße
Nach DIN 4022 werden folgende Korngrößenbereiche unterschieden:
- Feinsand: Korngröße 0,063 - 0,2 mm
- Mittelsand: Korngröße 0,20 - 0,63 mm
- Grobsand: Korngröße 0,63 - 2 mm
In der Praxis findet man jedoch auch geringfügig andere Klassengrenzen.
Sand als Lebensraum
Auffällig viele Redensarten benutzen den "Sand" als Metapher: Sand ist der wesentliche Zuschlagstoff von Beton. Sandlandschaften sind nicht gleichbedeuten mit toten und kahlen Landschaften, wie z.B. die "klassische" Wüste. Sandlandschaften bieten vielen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Siehe dazu Sandachse Franken.
Verwendung
Weiterhin ist Sand für folgende Bereiche von wirtschaftlicher Bedeutung:
- Als Grundstoff für die Glasherstellung,
- Als Fugenfüller bei Pflastersteinen und Gehwegplatten,
- Als Gestaltungselement in der Landschaftsplanung, Gartenbau und Sportbereich (Spielplätze),
- Als Schleifmittel,
- Siliziumreicher Sand dient als Grundstoff für die Herstellung von Halbleitern,
- Da Sand ein verhältnismäßig großes Porenvolumen hat, haben unterirdische Sand- und Sandsteinvorkommen Bedeutung als Speichermedium für Trinkwasser, Erdöl und Erdgas,
- In der Entwässerungstechnik ist Sand bedeutend als Filtermaterial in der Abwasserreinigung, zum Beispiel bei Retentionsbodenfiltern.
- Für den Fremdenverkehr ist Sand eine besondere Attraktion, wenn es oberflächliche Sandvorkommen in Form von Sandstränden und Dünen an der Küste gibt.
"Sand" als Metapher
- Jemandem Sand in die Augen streuen für "ihn verblenden"
- etwas in den Sand setzen für ein Missgeschick
- Sand im Getriebe für "Störung"
- Wie Sand am Meer für "sehr große Anzahl"
Sieh auch: Kies, Mergel, Schluff (Silt), Tonmineral, Treibsand, Sander
