Sandwichbauweise

Als Sandwichbauweise bezeichnet man die Einbettung einer oder mehrerer Schichten verschiedener Eigenschaften in einem Werkstoff.

Sie wird sehr häufig bei Faserverbundwerkstoffen angewendet.

Als Konstruktionsweise bezeichnet die Sandwichbauweise eine Form des Leichtbaus, bei dem die Bauteile aus kraftaufnehmenden Decklagen bestehen, die durch einen relativ weichen, meist leichten, Kernwerkstoff auf Abstand gehalten werden. Diese Teile sind bei geringem Gewicht sehr biege- und beulsteif, da sie durch die hohen Festigkeiten in den Decklagen ein hohes Flächenträgheitsmoment besitzen. Das Kernmaterial besteht meist aus Papierwaben (z.B. Nomex), Schaumstoffen oder Balsaholz. Es nimmt nur Schubkräfte auf. Oft wird auch die wärmedämmende Eigenschaft der sehr leichten Kernwerkstoffe genutzt.

Anwendungen sind beispielsweise Sportboote, Flugzeugteile (Rumpf, Flügelschalen), Eisenbahnwaggons, Surfbretter, und Rotorblätter für Windkraftanlagen.

Vorgefertigte Sandwichplatten (z.B. zur Wärmedämmung an Gebäuden) werden als Sandwichpanel bezeichnet.

Im Schiffbau ist diese Bauweise bereits heute, vor allem bei Sportbooten sehr verbreitet. Im Großschiffbau verspricht die Sandwichbauweise mehr Sicherheit zu bringen, ganz besonders bei den Tankschiffen. Auch bestehende Schiffe lassen sich nachträglich ausrüsten.

Im Automobilbau wird die Sandwichbauweise eingesetzt, um eine bessere Raumökonomie zu erzielen. So befinden sich zum Beispiel bei der A-Klasse von Mercedes-Benz einige Aggregate im Fahrzeugboden.

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