Sankt Goarshausen
thumb|Blick auf St. Goarshausen Die Loreleystadt Sankt Goarshausen liegt im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz (Deutschland). Die Kleinstadt hat 1.585 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2002) und ist Sitz der Verbandsgemeinde Loreley. Mit den Vororten Ehrental, Wellmich und der Heide, beträgt die Einwohnerzahl hingegen über 2000.
Die Touristenstadt ist vor allem bekannt durch den nahen Loreleyfelsen.
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Geografie
St. Goarshausen liegt östlich des Rheins, gegenüber von Sankt Goar und liegt etwa 30 km von Koblenz entfernt.
Geschichte
Im Jahr 1885 hatte St. Goarshausen 1.456 meist evangelische Einwohner.
Über der Stadt liegen die Ruinen der 1806 gesprengten Burg Katz (Neukatzenelnbogen).
Wirtschaft
Hauptwirtschaftszweige sind Tourismus und Weinbau.
Früher war St. Goarshausen als Fischerstadt und als Verladestädte wichtiger Ansteuerungspunkt am Rhein. Heute verliert die ehemalige Kreisstadt immer mehr an Bedeutung und lebt fast ausschließlich vom Tourismus. Besonders problematisch für Sankt Goarshausen ist die Nähe zur um einiges größeren Stadt Nastätten, die faktisch St. Goarshausen als Mittelzentrum ablösen konnte. Insbesondere dafür verantwortlich war eine Verwaltungsreform, die den ehemaligen Kreis St. Goarshausen auflöste (siehe Geschichte des Rhein-Lahn-Kreises). Letztes Überbleibsel des Kreises ist das ehemalige Landratsamt, in dem sich heute noch die Zulassungsstelle befindet. Wie die Zulassungsstelle ist aber auch die Polizeiwache St. Goarshausen in der Diskussion; die mittelfristige Verlegung beider Dienstellen nach Nastätten gilt als sicher.
Im touristischen Bereich ist einer der Hauptkonkurrenten die Schwesterstadt St. Goar. Um den Tourismus zu fördern wurde ein millionenschweres Besucherzentrum auf der Loreley errichtet.
Sehenswürdigkeiten
thumb|left|250px|Burg Katz oberhalb von St. Goarshausen Bei Sankt Goarshausen liegt der Loreley-Felsen.
In Sankt Goarshausen liegen die zwei Burgen Katz (ehemals Burg Neu-Katzenelnbogen) und Maus (auch Deuernburg oder Thurnberg genannt). Jedoch kann man die Burg Katz nicht besichtigen. Auf der Burg Maus im Stadtteil Wellmich gibt es eine Vogelflugschau. Von dort aus hat man einen Blick auf die gegenüberliegende Ruine der Burg Rheinfels. Diese kann man von St. Goarshausen nur mit der Fähre erreichen, da die nächste Brücke 30 km entfernt ist.
Die Notwendigkeit einer Brücke in St. Goarshausen wurde schon lange festgestellt. Pläne zur Erbauung wurden jedoch nicht realisiert.
Das Institut Hofmann
thumb|St. Goarshausen mit dem Schulgebäude des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums
Fest mit der Geschichte St. Goarshausens verwurzelt ist die Tradition des "Institut Hofmann", heute "Wilhelm-Hofmann-Gymnasium", das seit nunmehr 150 Jahren das Stadtbild St. Goarshausens prägt.
Das private Institut Hofmann wurde 1853 von dem aus Singhofen stammenden Pädagogen Wilhelm Hofmann gegründet. Das Institut war damals schon ein Internat. Nachdem die ursprüngliche "Bürgerschule" im vergangenen Jahrhundert den Rang einer "Mittelschule" (Realschule) erreicht hatte, erlangte es in den 20er Jahren den Rang eines "staatlich anerkannten Gymnasiums".
Gegen Ende des 2. Weltkrieges wurden die Turnhalle und das Schulgebäude zerstört. Ab 1946 fand dann wieder Unterricht statt, allerdings im ehemaligen Internatsgebäude statt; die Schüler waren in der gepachteten Burg Katz, oberhalb von St. Goarshausen, untergebracht. Die Besitzerfamilie war nicht in der Lage den Wiederaufbau eines Wohngebäudes für ihre Schüler zu finanzieren.
Der damalige Kreis St. Goarshausen kaufte im Jahre 1957 die Schule und wandelte sie mit Hilfe des Landes Rheinland-Pfalz in ein "Staatliches Gymnasium" um. Mit der Verstaatlichung begann bald der Neubau eines Schulgebäudes, das 1964 fertiggestellt wurde. Das Schulgebäude beinhaltete neben Klassenräumen auch eine Turnhalle, die auch als Aula dient, Naturwissenschaftliche Fachräume und bis in die 90er Jahre auch zwei Sprachlabore.
Steigende Schülerzahlen machten eine räumliche Ausdehnung des Gymnasiums notwendig. Diese Ausdehnung wurde möglich, da nach einer Verwaltungsreform (siehe Geschichte des Rhein-Lahn-Kreises) das ehemalige Landratsamt nicht mehr benötigt wurde, dort also Klassenräume eingerichtet werden konnten.
1984 wurde in St. Goarshausen die Loreleyhalle errichtet, die vor allem als Schulsporthalle benutzt wird, aber auch von der Stadt St. Goarshausen und von Vereinen mitbenutzt werden darf. 1991 fand mit dem Aufstocken des rheinseitigen Querbaus die letzte große Erweiterung des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums statt.
In der Zwischenzeit wurde die Generalsanierung des Hauptgebäudes fortgesetzt, sodass die Schule nunmehr über zeitgemäße naturwissenschaftlichen Fachräume, einen neuen Schulhof und eine komplett sanierte Fassade verfügt.
2003 feierte das Wilhelm-Hofmann-Gymnasium sein 150-jähriges Bestehen mit glanzvollen Jubiläumsfeiern.
Regelmäßige Veranstaltungen
- 3. Wochenende im September: Rhein in Flammen Großfeuerwerke von Burg Katz bei Sankt Goarshausen, Burg Rheinfels bei Sankt Goar und von der Rheinmitte aus.
Weblinks
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