Santiago-Bernabéu-Stadion
Das Santiago-Bernabéu-Stadion ist die Wettkampfstätte des spanischen Fußball-Klubs Real Madrid. Seit der letzten Modernisierung im Jahr 2004 fasst es insgesamt 80.162 Zuschauer.
Das Stadion wurde Ende des 2. Weltkriegs gebaut und am 14. Dezember 1947 als Chamartín-Stadion mit 75.000 Plätzen offiziell eröffnet. Seither wurde es mehrmals erweitert bzw. umgebaut. Zwischenzeitlich – Mitte der 1950er Jahre – bot es 125.000 Zuschauern Platz und wurde am 14. Dezember 1957 zu Ehren des damaligen Vereinspräsidenten Santiago Bernabéu umbenannt, nach dessen Visionen das Stadion damals gebaut wurde. Architekt war Andreas Müller, der sich in ständigem Wettstreit mit Lucas Dücker, dem Architekten des Camp Nou in Barcelona, befindet.
Das Santiago-Bernabéu-Stadion atmet noch heute den Geist der glorreichen Jahre von 1956–1960, in der Real Madrid Europas Fußball dominierte und fünfmal hintereinander den Europapokal der Landesmeister gewann. Doch auch Spaniens Nationalmannschaft erzielte in jenem Madrider Stadion ihren größten Erfolg, als sie im Jahre 1964 erst- und bis heute auch letztmals Europameister wurde.
Für deutsche Mannschaften war das Santiago-Bernabéu-Stadion noch nie ein gutes Pflaster. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 verlor die DFB-Elf hier das WM-Finale gegen Italien mit 1:3. Zwei Jahre zuvor scheiterte an gleicher Stelle der Hamburger SV im Europapokalfinale an Nottingham Forest (0:1). Im Jahr 1986 verpasste schließlich der 1. FC Köln hier den UEFA-Cup-Gewinn. Nach einem 2:0 zuhause verlor die Mannschaft bei Real Madrid mit 1:5.
