Sarykamyschsee

[[Bild:Aral-u.Saryk.See.png|thumb|300px|Der Aralsee (Uferlinien 1900 und 2004) und links unten der Sarykamysch-See. Satelliten-Fernerkundung mit Infrarot, 2004]] Der Sarykamysch-See (usbek. Sariqamish, russ. Osero Sarykamyschskoje) ist ein salziger, anthropogen entstandener Binnensee, der in Zentralasien südwestlich des Aralsees an der Grenze zwischen Usbekistan und Turkmenistan liegt.

Der etwa 5.000 km² große See hat sich in der Sarykamysch-Senke im 20. Jahrhundert infolge der Umleitung großer Wassermengen für Zwecke der Landwirtschaft gebildet. Er wächst im Gegensatz zum stark schrumpfenden Aralsee weiter. Die künstliche Bewässerung wurde zu Zeiten der Sowjetunion in den mittelasiatischen Sowjetrepublken zur Steigerung des Anbaus von Baumwolle ohne Rücksicht auf die Ökologie stark ausgeweitet.

Der See enthält extrem giftige Abwässer der Landwirtschaft, insbesondere Pestizide und Herbizide und gilt als einer der giftigsten Seen der Erde. Er hat einen (weitaus?) höheren Salzgehalt als das Tote Meer. Daher leben nur einige wenige Fischarten in seinem Wasser, denen die giftigen Inhaltsstoffe des Wassers nichts ausmachen.

See also: Sarykamyschsee, Abwasser, Aralsee, Baumwolle, Fernerkundung, Fischart, Infrarot, Künstliche Bewässerung, Landwirtschaft, Salzgehalt