Satyagraha

Satyagraha ist ein von Mahatma Gandhi erfundenes Kunstwort. Dieses Wort sollte seinen Anhängern deutlich machen, um was es Mahatma Gandhi bei der Durchsetzung der Bürgerrechte von Indern in Südafrika ging. Es bedeutet die bewusste Übertretung ungerechter Gesetze.

Das Wort Satyagraha wurde in einem Preisausschreiben gefunden, da es kein geeignetes indisches Wort gab.

Sein Neffe schlug „sadagraha“ (Festhalten am Guten) vor, „Gandhi verbesserte es und machte „satyagraha“ daraus. „Festhalten an der Wahrheit„ bedeute dieses Neuwort, das es zuvor in keiner indischen Sprache gab.“ (S. 65)

So nannte Gandhi seine Gefolgsleute auch Satyagrahi, die durch ein gemeinschaftlich abgelegtes Gelübde zusammengehalten auf seinem Salzmarsch als Ausdruck zivilen Ungehorsams gegen das Salzmonopol der Briten sowohl für die Kontrolle der Menschenmengen wie auch für die entsprechende die Propagandaarbeit geschult waren.

Im Westen wird Satyagraha vielfach verwechselt mit Ahimsa (Gewaltfreiheit), einem anderen von Gandhi benutzten Sanskrit-Wort.

Es gibt auch eine gleichnamige Oper in drei Akten von Philip Glass. Diese entstand Ende der 1970er als Auftragswerk der Stadt Rotterdam. Sie zeichnet in der Tradition von Minimalistischer Musik die Entwicklung Gandhis in Südafrika nach. 1981 erlebte Satyagraha in der legendären Inszenierung Achim Freyers, die später von den Wuppertaler Bühnen übernommen wurde, am Staatstheater Stuttgart seine deutsche Erstaufführung.

Siehe auch: Gütekraft

Literatur

Dietmar Rothemund: Mahatma Gandhi. Eine politische Biografie. München, 1997

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See also: Satyagraha, 1970er, 1981, Achim Freyer, Ahimsa, Bürgerrecht, Gelübde, Gütekraft, Inder, Mahatma Gandhi