Objekt (Grammatik)
Das Objekt, die Satzergänzung, ist die Person oder Sache, auf die sich das Prädikat bezieht. Es handelt sich um eine Kategorie der Syntax. Objekte können aus einem oder mehreren Wörtern bestehen. Ein Objekt kann aus mehreren Wortarten (Pronomina, Substantive, Numeralia) oder anderen syntaktischen Strukturen (Infinitive mit zu oder Gliedsätze) bestehen.
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Genitivobjekt
Das Genitivobjekt antwortet auf die Frage "Wessen?". Es ist im Deutschen eher selten.
Beispiele Ich gedenke ihrer. Er beschuldigt mich des Diebstahls.
Dagegen ist im Satz „ich durch die Straßen der Stadt“ der Satzteil „der Stadt“ ein Attribut.
Dativobjekt
Das Dativobjekt antwortet auf die Frage "Wem?". Bestimmte Verben erfordern das Dativobjekt. Das Dativobjekt bezeichnet im Unterschied zum Akkusativobjekt das sogenannte indirekte Objekt der Handlung (siehe unten). Häufig steht es in einem erklärenden Bezug zur Handlung, macht also deutlich, warum das Subjekt die Handlung (am Akkusativobjekt) vollzieht. Auch wenn es ohne Akkusativobjekt steht, wird ausgedrückt, das es nicht unmittelbar unter der Einwirkung des Subjektes steht.
Beispiele Ich schreibe den Brief dir. Ich glaube dir.
Akkusativobjekt
Das Akkusativobjekt antwortet auf die Frage "Wen?" Bestimmte Verben erfordern das Akkusativobjekt. Das Akkusativobjekt bezeichnet im Allgemeinen den Gegenstand, der die Handlung, die durch das Verb zum Ausdruck kommt, unmittelbar erleidet bzw. echter Handlungsgegenstand ist.
Beispiele Ich umarme dich. Ich glaube dir das nicht. Er gibt mir das Buch. Ich gebe dem Haus einen neuen Anstrich.
Man unterscheidet zwischen innerem und äußerem Akkusativobjekt: Inneres ist dabei eines, welches durch die Handlung erst entsteht, ein äußeres eins, das unabhängig von der Handlung existiert.
Beispiele Ich schreibe den Brief. Ich streiche die Wand (mit Farbe) an.
Wenn die Aussageabsicht es erfordert, können Dativobjekt und Akkusativobjekt dabei, wie in den Beispielen gezeigt, nebeneinander stehen.
Präpositionalobjekt
Das Präpositionalobjekt antwortet auf eine Frage, die eine Präposition enthält. Diese Präposition ist immer eine spezielle, mit dem Verb verbundene Präposition. So kann man mit "auf wen?" oder "worauf?" erfragen, auf wen jemand wartet. Das Verb warten verlangt ein Präpositionalobjekt mit auf. Beispiel: Ich warte auf den Zug.
Vorsicht: Oft wird das Präpositionalobjekt mit einer adverbialen Bestimmung verwechselt: Die Sätze "ich warte auf dem Gleis" oder "ich warte in der Bahnhofshalle" enthalten jeweils eine adverbiale Bestimmung des Ortes, nicht aber ein Präpositionalobjekt. Die Frage lautet nämlich hier: "Wo?" und nicht "Worauf?" oder "Auf wen".
Beispiele Er wartet auf Klaus. (auf wen? worauf?) Er fragt nach dem Sinn des Ganzen (nach was? wonach?) Er hofft auf ein baldiges Ende der Kampfhandlungen (auf was? worauf?) Er zweifelt an ihrer Unschuld (an was? woran?)
Die Worte worauf, wonach, woran etc sind Pronominaladverbien.
(Hier besteht Überarbeitungsbedarf. Das sind alles keine guten Beispiele. Man kann nämlich sagen "Ich warte", "Ich laufe" etc. Also handelt es sich ausnahmslos um adverbiale Bestimmungen. Doch die Definition ist richtig, nur die Beispiele sind verkehrt.)
Direktes Objekt
Das direkte Objekt identifiziert eine Person oder eine Sache, die direkt in eine Handlung einbezogen ist.
Beispiele Ich nehme das Buch aus dem Regal. Ich gebe deiner Schwester einen Kuss.
Das Buch ist hier direktes Objekt. In der englischen Sprache muss das direkte Objekt dem Verb folgen, in der deutschen ist die Wortstellung freier, da das direkte Objekt stets durch den Akkusativ bezeichnet wird.
Indirektes Objekt
Das indirekte Objekt hat meist die Rolle eines Handlungsempfängers.
Beispiele Ich gebe deiner Schwester einen Kuss.
In der deutschen Sprache steht das indirekte Objekt oft im Dativ.
Weblinks
- home.pfaffenhofen.de/schyren-gym/gramm/sg/genitivobjekt.htm
- home.pfaffenhofen.de/schyren-gym/gramm/sg/dativobjekt.htm
- home.pfaffenhofen.de/schyren-gym/gramm/sg/akkusativobjekt.htm
- home.pfaffenhofen.de/schyren-gym/gramm/sg/praepositionalobjekt.htm
- clark.colgate.edu/dhoffmann/text/Grammatik200/datakkobj.htm
