Schachtelhalme
| Schachtelhalme | ||||||||||||
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| none|250px|Riesen-SchachtelhalmRiesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia subsp. braunii) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Arten | ||||||||||||
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Die Schachtelhalme (Sphenophyta) bilden eine Abteilung im Reich der Pflanzen und gehören zu den Gefäßsporenpflanzen.
Die Abteilung enthält nur die Gattung Schachtelhalm (Equisetum), deren Arten mit Ausnahme einer tropischen Art nicht höher als 1,2 Meter werden.
Die heutigen Schachtelhalme sind die letzten Überlebenden einer ehemals artenreichen Gruppe der Gefäßsporenpflanzen, der Equisetopsida. Zu diesem Taxon gehörten die Calamiten (Calamitaceae), die durch Fossilien aus dem Perm und Karbon bekannt sind. Sie waren verholzt, erreichten bis 30 Meter Höhe und 1 Meter Stammdurchmesser und bildeten einen wichtigen Bestandteil der Steinkohlenwälder.
Schachtelhalme wachsen oft auf feuchten Böden oder gar im Wasser. Der Acker-Schachtelhalm gilt als Ackerunkraut, ist aber auch eine bedeutsame Heilpflanze.
Schachtelhalme sind mehrjährige Pflanzen, die sich vegetativ von ihrem Rhizom ausbreiten.
Sie sind leicht an ihren Sprossen zu erkennen. Jeder Spross ist aus einer Reihe von Knoten mit dazwischenliegenen Internodien aufgebaut. An jedem Knoten entspringen unscheinbare Blätter, und bei manchen Arten auch Seitensprosse.
Der Name Schachtelhalm rührt daher, dass man die Sprossachse aus der von den Blättern gebildeten Scheide herausziehen und wieder zurückstecken kann. Rhizome werden bis 6m lang. Die Vermehrung ist durch Ausläufer und sogar durch einzelne, zerhackte Sprossstücke möglich.
Die Sporen befinden sich in zapfenförmigen Sporophyllständen an der Sprossspitze; sie kommen als Mikrosporen und Makrosporen (Heterosporie) vor. Manche Arten haben die Sporophyllstände an den grünen Sprossen, andere haben spezielle (nicht grüne) Sprosse ausschließlich für die Vermehrung.
Eine Eigenart der Schachtelhalme ist die Einlagerung von Silikat (als Ligninersatz) in die Zellwand. Pflanze enthält bis zu 7 % Kieselsäure. Diese Einlagerungen machen Schachtelhalme zu einem sanften Scheuermittel (Zinnkraut).
Arzneilich werden die unfruchtbaren Sommerwedel als harntreibendes Mittel verwendet, bei Rheuma, Entzündungen, Nierenleiden, Harngrieß; früher auch bei TBC. Nach Kneipp sehr zusammenziehende Kraft, reinigt Blut, Magen, Nieren und Blase, auch äußerlich reinigend und zusammenziehend bei Ausschlag und Wunden.
Systematik
Da unterschiedliche Arten dieser Gattung fruchtbare Hybride bilden, ist die genaue Anzahl der Arten unter Experten umstritten. Man geht heute von insgesamt 15-20 Arten aus.
Untergattung Hippochaete
- (Equisetum giganteum)
- (Equisetum myriochaetum)
- Ästiger Schachtelhalm (Equisetum ramosissimum)
- (Equisetum debile)
- Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale)
- (Equisetum laevigatum)
- Bunter Schachtelhalm (Equisetum variegatum)
- (Equisetum scirpoides)
thumb|350px|Riesenschachtelhalme auf einer sonnenbeschienen Lichtung Untergattung Equisetum
- Teich-Schachtelhalm (Equisetum fluviatile)
- Sumpf-Schachtelhalm (Equisetum palustre)
- (Equisetum diffusum)
- (Equisetum bogotense)
- Wald-Schachtelhalm (Equisetum sylvaticum)
- Wiesen-Schachtelhalm (Equisetum pratense)
- Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense)
- Riesen-Schachtelhalm (Equisetum telmateia)
Hybride
- Rauer Schachtelhalm (Equisetum x trachyodon)
- Ufer-Schachtelhalm (Equisetum x litorale)
Schachtelhalme und Humor
In dem Stück Philosophie II (auf der CD Telephonmann!) des Komikers Helge Schneider gibt es ein Stück, in dem der Schachtelhalm eine wesentliche Rolle in der evolutionären Geschichtsschreibung einnimmt:
- "Es gab Schachtelhalmwiesen, Schachtelhalmbäume, Schachtelhalmtiere, alles war ... es gab sogar eine Stadt, die hieß Schachtelhalm: die Stadt Schachtelhalmstadt und Schachtelhalm-Neu-Schachtelheim, Altschachtelheim und die anderen Städte hießen dann, sagen wir mal: Düsseldorf bei Schachtelhalm."
Siehe auch: Systematik des Pflanzenreiches
