Schäferdichtung

Die Schäferdichtung ist eine beliebte Literaturgattung der europäischen Renaissance und des Barock in der Tradition der Bukolik. Sie entwickelte sich aus der Schäferei, einem aristokratischen Gesellschaftsspiel.

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Die Schäferdichtung schlug sich auch in der Malerei nieder (Gemälde von William-Adolphe Bouguereau)

Den europäischen Schäferroman begründete Jacopo Sannazaro, das dramatische Schäferspiel Giovanni Battista Guarini.

Bedeutende Vertreter in Deutschland waren Martin Opitz, Georg Philipp Harsdörffer, Johann Klaj, Philipp von Zesen, Paul Fleming.

Dichter der Aufklärung, z.B. Christoph Martin Wieland, versuchten eine strenge Regelung der Gattung die schließlich in die Kleinformen der Anakreontik und des Rokoko einmündete und im 19. Jahrhundert in die Idylle überging.

Sie entwickelte sich aus der Schäferei, einer Rollendichtung, die durch die Verschmelzung von lyrisch-musikalischen Elementen, Prosa, Dialogen und kunstvollen Versen gekennzeichnet war.

Siehe auch: Anakreontik

See also: Schäferdichtung, Anakreontik, Barock, Bukolik, Christoph Martin Wieland, Dialog, Georg Philipp Harsdörffer, Idylle, Jacopo Sannazaro, Johann Klaj