Schaum

Unter einem Schaum versteht man in der Physik gasförmige Bläschen, die von festen oder flüssigen Wänden eingeschlossen sind.

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Flüssiger Schaum

thumb|250px|Nahaufnahme von Badeschaum Flüssiger Schaum besteht aus kleinen Gasbläschen, die durch Wände getrennt sind, welche unter Einsatz von Detergenzien aus Wasser gebildet werden. Detergenzien sind Moleküle, welche zwei unterschiedlich strukturierte Enden haben:

Beispiel dafür sind Tenside, die als Seifen oder Waschmittel verwendet werden.

Durch diese Struktur werden die Moleküle oberflächenaktiv, das heißt sie versuchen sich so anzuordnen, dass der hydrophobe Teil möglichst nicht mit Wasser in Berührung kommt. Das kann im Wesentlichen auf drei Arten erfolgen:

thumb|Oberflächenschicht
thumb|Mizelle

Bei der Doppelschicht besteht das Problem, dass diese an den Rändern offen ist, also mit Wasser in Berührung kommt. Daher schließen sich solche Doppelschichten spontan zu Hohlkugeln, sogenannten Liposomen.

thumb|Doppelschicht thumb|Liposom

Der Unterschied zwischen Liposomen und Mizellen ist folgender:


Die Herabsetzung der Oberflächenspannung der wäßrigen Phase durch Anlagerung von Tensiden an der Grenzfläche Wasser/Luft hat zur Folge, daß durch Aufschlagen, Einblasen oder ähnliche Methoden Luft in eine solche Lösung eingebracht werden kann und die so erzeugten Luftbläschen partiell durch die Ausbildung einer Oberflächenschiht stabilisiert werden können ohne schnell zu koaleszieren.

Schaum ist mithin eine Dispersion von Luft in einer Tensidlösung, wobei ein dreidimensionales Netzwerk flüssiger Lamellen als kontinuierliche Phase die Luft einschließt.

Je nach den strukturellen und elektrostatischen Eigenschaften der oberflächenaktiven Moleküle entstehen Schaumbläschen mit unterschiedlicher Größe, Wandstärke und Lebensdauer.

Prinzipiell ist die Lebensdauer eines flüssigen Schaums begrenzt. Schäume sind thermodynamisch gesehen metastabile Systeme, da das Gesamtsystem bestrebt sein wird, die sehr große Grenzfläche Wasser/Luft auf einen Minimalwert zu verringern. Aufgrund der Schwerkraft fließt die interlamellare Flüssigkeit zwischen den Schaumbläschen langsam durch Drainage nach unten. Damit wird die Wand im oberen Bereich immer dünner bis sie dort zerreißt.

Ein weiterer Mechanismus der Zerstörung von Schaumlamellen ist die Diffusion von Gas durch die Lamellen aufgrund unterschiedlicher Kapillardrücke in benachbarten Schaumblasen, wodurch kleine Bläschen immer kleiner werden und große immer größer bis sie schlußendlich koaleszieren.

Anwendungen

Fester Schaum

Anwendungen

Siehe auch

See also: Schaum, Abfeimen, Aluminium, Backwaren, Beton, Brandschutz, Brot, Detergens, Faserverbundwerkstoff, Hydrophil