Scheinwerfer
thumb|Scheinwerfer eines 4er Golfs Ein Scheinwerfer ist eine Kombination aus einer Lichtquelle mit einem Reflektor, mit dem man einen begrenzten Bereich einer Szenerie oder ein einzelnes Objekt beleuchten kann. Er wirft den Schein der Lichtquelle in eine Richtung. Der Reflektor besteht meist aus einem geeignet geformten Hohlspiegel, Scheinwerfer mit Parabolspiegeln erzeugen, wenn sie eine kleine Lichtquelle haben, nahezu parallele Lichtbündel.
Ferner beeinflusst die spezielle Struktur des Scheinwerferglases (Streuglas) mit konkaven und konvexen Linsen Streuung und Bündelung.
Scheinwerfer als Waffe
Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurden große, leistungsstarke Scheinwerfer in der Kriegsführung verwendet. So z.B. als Ergänzung zu Flakstellungen, als Markierungen für Artillerie und als Suchscheinwerfer von beispielsweise Schiffen. Diese bestanden meist aus einem etwa zwei Meter durchmessenden Parabolspiegel, der innen hochglänzend versilbert war und in seinem Fokus zwei armdicke, gepresste Wolfram-Kohlestäbe trug. Der Parabol war an seiner Öffnung mit hitzebeständigem Quarzglas in Form eines runden Deckels verschlossen und konnte zur Erneuerung der Kohlestäbe und Wartung aufgeklappt werden. Die Anordnung funktionierte nach dem Prinzip der Bogenlampe mit enormem Stomverbrauch und ebensolcher Lichtausbeute. Der Lichtstrahl reichte mehrere Kilometer hoch. Die Bediener der Scheinwerfer versuchten bei einer anfliegdenden Bomberstaffel den "Scout", der Bomber, der als erstes fliegt, zu blenden. Die Aufgabe des Scouts war es, der Staffel bei einem Bombenangriff den vom Volksmund so genannten " Christbaum", das war eine Leuchtrakete in Form eines beleuchteten Weihnachtsbaums abzusetzen. Dies war das Signal, die Bomben auszuklinken. War der Scout also vor Lichtfülle geblendet, konnten keine Bomben abgeworfen werden.
Situation heute)
Moderne Scheinwerfer besitzen zur gezielten Streuung und Bündelung des Lichts speziell geformte Reflektoren, die keiner mathematischen Regelfläche mehr entsprechen. Sie entstehen durch die Variation der Flächennormalen der Reflektorflächen entsprechend den Anforderungen der Lichtverteilung. Dabei wird der Reflektor oft in verschiedene Bereiche segmentiert. Dann kann jedes Segment einen spezifischen Teil der Beleuchtungaufgabe erfüllen.
- Beispiele: Auto, Movinghead
Siehe auch: Abblendlicht
