Schlacht von Karame

Die Schlacht von Karame bezeichnet aus palästinensischer Sicht eine Schlacht im März 1968 beim jordanischen Ort Karame (auch: Karamah), bei der die (PLO)-Fraktion Al Fatah ihren ersten militärischen Sieg gegen die israelische Armee erringen konnte.

Nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 kam es zu etlichen Zusammenstößen zwischen PLO und israelischer Armee. Die PLO operierte hauptsächlich von Jordanien aus, und in Karame saß zum Zeitpunkt der betreffenden Schlacht die Führung der Fatah von Yassir Arafat.

Nachdem die Fatah einen Terroranschlag auf einen mit israelischen Kindern besetzten Bus verübte, rächte sich Israel mit einem Angriff u.a. auf das jordanische Karame mit Bodentruppen. Die Fatah leistete aus palästinensischer Sicht erfolgreichen Widerstand, und Arafat konnte in dieser Schlacht seine Feuertaufe bestehen und somit seinen Heldenmythos bei vielen Palästinensern begründen. Viele Palästinenser schlossen sich der PLO daraufhin an.

Bei der Schlacht fielen 124 - 170 seiner Kämpfer, je nach Quelle. Auf israelischer Seite starben 28 Soldaten, 80 wurden verletzt und 4 israelische Panzer wurden abgeschossen und konnten nicht mehr geborgen werden. Dies verdankten die Palästinenser wohl vor allem dem Einsatz von jordanischer Artillerie.

König Hussein von Jordanien verurteilte - wie schon bei den Angriffen der PLO zuvor - die Operationen der Palästinenser aufs Schärfste. Dies führte zu einer weiteren Zuspitzung des Konflikts der Palästinenser in Jordanien (unter Führung der nun gestärkten PLO) mit dem haschemitischen Königshaus und gipfelte im Schwarzen September.

Siehe auch: Israelisch-palästinensischer Konflikt

Karame Kategorie:Nahostkonflikt Kategorie:1968

See also: Schlacht von Karame, 1967, 1968, Artillerie, Fatah, Israel, Israelisch-palästinensischer Konflikt, Jordanien, März, PLO