Laupenkrieg
Der Laupenkrieg, der 1339 in Laupen wütete, war ein Konflikt zwischen den Bernern und den Herren von Burgund und Habsburg, aus dem Bern als Sieger hervorging.
Vorgeschichte
Als im Jahr 1218 das Haus der Zähringer ausstarb, wurde die Stadt Bern reichsfrei. In der nachfolgenden Zeit gelang es den Bernern, ihr Gebiet zu beiden Seiten der Aare beträchtlich zu erweitern. Dieses Ausdehnungsstreben widerstrebte dem burgundischen Adel und den Habsburgischen Herren in Freiburg im Üchtland, auf deren Kosten die Berner wuchsen, sehr.
Der Konflikt
Der Schlacht ging eine elf Tage dauernde Belagerung der Burg und der Stadt Laupen durch ein 12.000 Mann starkes Heer des Kaisers Ludwig dem Bayern und des Bischofs von Basel voraus. Die 600 Mann starke Besatzung der Burg trotzte dem Adelsheer, bis am 21. Juni 1339 ein angeblich ca. 6.000 Mann starkes Verbündetenheer eintraf.
Dies waren die Berner mit ihren Freunden aus den Schweizer Waldstätten, mit welchen sie seit 1323 in einem befristeten Bündnis lebten, sowie den Simmentalern, Weissenburgern und Oberhaslern.
Ihnen gegenüber standen Mannen aus dem Burgund und aus Österreich, daneben das Heer der Bischöfe von Basel und Lausanne, der Grafen von Greyerz, der Herren der Waadt, der Nidau, Neuenburgs und andere.
Sprüche wie „Gott selber sei in Bern Burger (Bürger) geworden“ geisterten nach der verlorenen Schlacht angeblich durch die Reihe der abziehenden Habsburger.
Nach dem Chronisten Konrad Justinger war der Anführer der Eidgenossen Rudolf von Erlach, urkundlich ist dies jedoch nicht belegt.
Die Folgen
Als Folge der Bedrohung von Seiten der Gegner trat Bern 1353 als achter Kanton mit den Waldstätten in den definitiven Bund und gelobte ewige Freundschaft. Dies wurde 1415 mit dem alten Zürichkrieg, als sich feindliche Herren die junge Schweiz Untertan machen wollten, bestätigt, als die Berner in Greifensee (ca. 150 km weg von Bern) für die Eidgenossen Stellung bezogen.
