Schlacht von Sekigahara
32px Hinweis: Dieser Artikel weist noch folgende Lücken auf: Kategorie:Wikipedia:Lückenhaft
Schlacht von Sekigahara
Sekigahara ist nach einem kleinen Dorf in dessen Nähe die Schlacht ausgefochten wurde benannt. Die Schlacht fand am 22. Oktober 1600 statt. Gegenspieler waren Ishida Mitsunari und Tokugawa Ieyasu. In der Nacht zuvor hatte ein Weststurm die Truppen weiter demoralisiert. Die entscheidende Rolle sollten die 8000 Mann unter dem Oberbefehl von Kobayagawa Hideaki spielen. Sie biwakten im Nacht auf dem Matsuo Hügel.
In den Stunden nach Mitternacht waren in Sekigahara etwa 70 000 weitere Männer eingetroffen. Es handelte sich um die vereinten Armeen des Kriegsherrn Ishida Mitsunari. Der Regen beeinträchtigte ihre Sicht, und häufig versanken sie im knietiefen Schlamm. Ihr Marsch war die kritischste Phase der zwei Monate langen Feldzüge, auf denen Mitsunari mit dem östlichen Machthaber Tokugawa Ieyasu um die Herrschaft über Japan gekämpft hatte. Ein Zusammenprall am Tag zuvor hatte Ieyasus Stärke offenbart - seine Armee war zahlenmäßig etwa so stark wie die von Mitsunari - und seine Strategie angedeutet: über den Paß von Sekigahara zu dringen und die alte Hauptstadt Kyôto und den strategisch wichtigen Hafen Osaka einzunehmen. Hier in Sekigahara, wo die Berge seine Flanken schützten, hoffte Mitsunari, die nach Westen vorrückenden Truppen Tokugawas zu einer entscheidenden Schlacht zwingen zu können.
In der Abenddämmerung fegte ein Sturm über die Armeen. Er brachte Regen sowie dichten Nebel. Die Sichtweite betrug nur noch wenige Schritte, und einzig und allein der Lärm der vorausgehenden Männer leitete die Truppe. Deshalb verging einige Zeit, ehe jemand bemerkte, daß das Stampfen marschierender Soldaten nicht nur von Mitsunaris Männern herrührte: Die Vorhut der Tokugawa-Armee war in ihre Reihen hineingeraten.
Eine kurze Zeit herrschte Verwirrung. Der Nebel erlaubte beiden Seiten nur einen ungeordneten Rückzug. Die Tokugawa-Vorhut bezog ihre Stellung während der Rest der Armee eintraf. Nach einer Stunde löste sich der Nebel auf und kroch die Hänge des nahen Ibuki-Berges hinauf. Nun war Sekigahara klar zu erkennen. Die Schlacht begann. Vom sicheren Hügel aus beobachtete Hideaki vier Stunden, wie der Kampf wütete. Dem vorgefaßten Plan entsprechend hatte er zu warten, bis die Tokugawa-Armee voll in den Kampf verwickelt war. Dann sollte er hier hinunterstürmen und sie an ihrer linken Flanke angreifen. Gegen Mittag war es schließlich soweit. Etwa 60 000 von Ieyasus Männern drängten in das Tal, und Mitsunari gab Hideaki das Zeichen zum Angriff.
Niemand aber rührte sich auf dem Matsuo-Hügel. Seit Wochen schon hatte sich der 22jährige Hideaki abwartend verhalten. In jeder auf Mitsunaris Seite gefochtenen Schlacht hatte sich der junge General gegen Mißerfolge dadurch abgesichert, daß er den Feind gewisse Zusicherungen gab. Auch jetzt machte er keine Ausnahme. Tokugawa Ieyasu rechnete damit, daß die Truppen auf dem Hügel für ihn die Rolle spielen würden, die auch Mitsunari für sich erwartete. Anfangs war aber auch er enttäuscht. Hideaki war noch unentschlossen, welche Seite er unterstützen sollte, und reagierte auch nicht auf das Signal. Erst als ihn Tokugawa durch einen Pfeilhagel unter Druck setzte, befahl er seinen Truppen, gegen Mitsunari vorzurücken.
Mitsunari war nicht völlig unvorbereitet. Er wußte um das Doppelspiel seines Verbündeten. Der General wurde jedoch davon überrascht, daß sich weitere Führer im Vorfeld auf der rechten Flanke nach Hideaki richteten und dieser nun die verbündeten Truppen Mitsunaris von hinten angreifen konnte. Mitsunari fiel, und seine Männer flohen über den Paß zum Biwasee nach Westen. Der Weg nach Osaka lag nun für Tokugawa Ieyasu offen.
