Schlangenhaut-Kiefer

Schlangenhaut-Kiefer
Systematik
Klasse: Pinopsida
Ordnung: Kiefernartige (Pinales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Kiefernähnliche (Pinoideae)
Gattung: Kiefern (Pinus)
Art: Panzerkiefer (Pinus heldreichii)

[[Bild:Pinus_heldreichii_Orjen.jpg|thumb|left|200px|Alte Schlangenhautkiefer im ]] Die Panzer- oder Schlangenhautkiefer (Pinus heldreichii H. Christ), meist Lorica-Kiefer genannt, ist ein Nadelholzgewächs (Coniferophyta) aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Sie wächst auf Felsen und bildet an ihren Standorten zusammen mit der Rotbuche meist die Baumgrenze. Auffallend sind die schimmernde in vieleckige Platten zerteilte Rinde die ein wenig an den Panzer eines Krokodils erinnern und namensprägend war. Charakteristisch auch der pittoreske verdrehte Wuchs von Lorica-Kiefern die einzeln oder in kleinen Gruppen wachsen. In kleinen Lorica-Wäldern dagegen wächst diese Kiefer ziemlich gerade. Sie findet sich meist an felsigen, oft exponierten Standorten, was ihr ein einzigartiges Aussehen verleiht. Sie wird nicht selten bis zu 1000 Jahren alt.

Typische Vegetationseinheiten der Schlangenhautkiefer ist das Pinion heldreichii. Diese azonalen xerobasiphilen Schlangenhautkiefer Felswälder sind mit dem Dinarischer Karst-Blockhalden-Tannenwald Oreoherzogio-Abietetum illyricae Fuk. auf Felspartien und windbeeinflussten Graten als Dauerpioniere skelettreicher Standorte beispielsweise im Orjen in Montenegro schön ausgebildet.

Vorkommen

[[Bild:Pinus_heldreichii.jpg|thumb|left|200px|Gruppe von Schlangenhautkiefern im Orjen in ]]Kommt in einigen Gebirgen des Balkans (Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Albanien, Mazedonien, Serbien, Nordgriechenland) vor und wächst als Eiszeitrelikt an der Baumgrenze an zwei Stellen im südlichen Apennin (Monte Pollino und Monte Sirene). Hier findet man sie in Höhen zwischen 900 und 2500 Metern. Die schwachwüchsige aber langlebige Kiefer findet sich zumeist auf Kalk. Typisch in der Grenzregion des Waldes in den Karst Bergen des Orjen (Montenegro), Prenj (Herzegowina), Pirin (Bulgarien), sowie Pindos (Griechenland). Mehrhundertjährige Exemplare mit Stammdurchmessern von 2 m sind nicht selten.

Besonderheiten

[[Bild:jela i munika.jpg|thumb|left|200px|Weißtanne und Panzerkiefer im Kalkbuchenwald im ]]

See also: Schlangenhaut-Kiefer, Albanien, Art (Biologie), Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dinarischer Karst-Blockhalden-Tannenwald, Familie (Biologie), Gattung (Biologie), Griechenland, Herzegowina