Schlaraffia

Die Schlaraffia ist eine 1859 in Prag gegründete weltweite, deutschsprachige Vereinigung zur Pflege von Freundschaft, Kunst und Humor.

Überblick

Die Schlaraffen, ein Männerbund (" ... ausschließlich Männer in reiferem Alter (ab 25) und in gesicherter Position..."), treffen sich im Winterhalbjahr (1.10 - 30.4) einmal pro Woche in ihrer "Schlaraffenburg" (dem im Stil eines mittelalterlichen Rittersaales ausgestattenen Vereinslokal) zu "Sippungen" (Zusammenkünften, die nach festgelegtem Zeremoniell in Form eines Ritterspieles abgehalten werden). Dabei wird sowohl der Alltag persifliert als auch durch Vorträge in literarischer bzw. musikalischer Form das Interesse an der Kunst wachgehalten. Eine antiquierte Sprache mit eigenen Ausdrücken für alltägliche Dinge (Schlaraffenlatein - zum Beispiel "Schmauchtopf" für Tabakspfeife, "Benzinross" für Auto, "Burgschreck" für Schwiegermutter) geben den Sippungen ihre eigene, humorvolle Note.

Die derzeit etwa 280 "Reyche" (lokale Vereine) stehen in engem Kontakt zueinander. Jeder Schlaraffe ist in jedem Reych der Welt jederzeit willkommen. Momentan bestehen Reyche in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Tschechien, Italien, Spanien, Frankreich, Belgien, Schweden, den USA, Kanada, Mexiko, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Brasilien, Argentinien, Thailand, Südafrika und Australien. Die Gesamtzahl der Schlaraffen beträgt etwa 11.000.

Neue Mitglieder müssen durch einen Schlaraffen (Paten) eingeführt werden, eine Probezeit absolvieren ehe sie durch allgemeine Abstimmung aufgenommen werden und ihre Laufbahn als Knappe beginnen, die über den Stand des Junkers zum Ritter führt.

Bedeutende Künstler waren und sind Schlaraffen (z.B. Franz Lehar, Gustl Bayrhammer, Peter Rosegger und viele mehr).

Weblinks

See also: Schlaraffia, 1859, Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Deutschland, Ecuador, Frankreich, Franz Lehar