Schmidt-Syndrom

Das Schmidt-Syndrom ist die Kombination von Hashimoto-Thyreoiditis, einer chronischen Entzündung der Schilddrüse, und Morbus Addison, einer Unterfunktion der Nebennierenrinde. Benannt ist die Krankheit nach dem Mediziner Martin Benno Schmidt.

Man fasst diese beiden Erkrankungen bei gleichzeitigem Auftreten zu einem Syndrom zusammen, weil beiden eine gemeinsame Ursache zugrunde liegt. Es handelt sich um eine Autoimmunkrankheit, die sich gegen diese zwei Hormondrüsen richtet, weshalb man das Schmidt-Syndrom auch zu den polyendokrinen Autoimmunsyndromen rechnet.

Wenn beide Erkrankungen noch zusätzlich von einem Typ-1-Diabetes begleitet sind, spricht man von einem "Carpenter-Syndrom" (polyendokrines Autoimmunsyndrom Typ 2).

Schmidt- und Carpenter-Syndrom treten typischerweise erst im Erwachsenenalter auf (im Gegensatz zum polyendokrinen Autoimmunsyndrom Typ 1).

See also: Schmidt-Syndrom, Autoimmunkrankheit, Diabetes, Hashimoto-Thyreoiditis, Hormondrüse, Morbus Addison, Nebennierenrinde, Schilddrüse