Schmidt-Teleskop

right|thumbnail|377px|Strahlengang eines Schmidt-Teleskops (auch als PDF-Datei verfügbar)

Das Schmidt-Teleskop, auch Schmidt-Kamera oder Schmidt-Spiegel genannt, ist ein Spiegelteleskop, das in der Astrofotografie eingesetzt wird. Es geht auf eine Erfindung Bernhard Schmidts Ende der 1920er Jahre zurück, der einen sphärischen Hauptspiegel mit einer dünnen, sehr speziell geformten Korrektionsplatte kombinierte. Diese befindet sich im Krümmungsmittelpunkt des Hauptspiegels und beseitigt dessen sphärische Aberration. Um die Vignettierung (Abdunkelung der Ecken) zu reduzieren, wird der Hauptspiegel im Durchmesser größer ausgeführt als die Teleskop-Öffnung (siehe Abbildung). Wegen des großen erfassbaren Bildwinkels und höchster Bildgüte bis in die Ecken der Fotoplatten fand die Schmidt-Kamera in der Himmelsfotografie weite Verbreitung. Der Teleskoptyp eignet sich nicht für die visuelle Beobachtung, sondern lediglich für die Fotografie, da die Abbildung innerhalb des Teleskop-Tubus stattfindet, dort kann lediglich eine Kamera montiert werden.

Möglich war der Erfolg des Schmidt-Spiegels auch deshalb, weil Schmidt darauf verzichtete seine großartige Idee als Patent anzumelden. In späteren Jahren wurden Abwandlungen des Schmidt-Spiegels entwickelt:

Das Schmidt-Cassegrain-Teleskop führt den Fokus rückseitig aus dem Tubus heraus und eignet sich dadurch auch für die visuelle Beobachtung.

Neben dem ersten Schmidt-Spiegel der Sternwarte in Hamburg-Bergedorf aus dem Jahr 1930 (Spiegeldurchmesser 440 mm) waren folgende Instrumente von besonderer Bedeutung für die astronomische Forschung:

right|thumbnail|205px|Das Alfred-Jensch-Teleskop, die weltgrößte Schmidt-Kamera

Weblinks

See also: Schmidt-Teleskop, 1920er, 1930, 1948, 1952, 1976, Abbildungsfehler, Alfred Jensch, Astrofotografie, Bernhard Schmidt