Schneerose

Schneerose
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Helleborus niger

Christrose (Helleborus niger)
Systematik
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse
(Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Helleboreae
Gattung: Nieswurz (Helleborus)
Art: Schneerose (H. niger)

Die Schneerose, Christrose bzw. Schwarze Nieswurz (Helleborus niger) gehört zur Gattung Nieswurz. Weitere Namen sind Schneebleamal, Märzenkaibl, Krätzenblum.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Pflanze wird 10-30 cm groß und gehört zu den wenigen Blumen, welche sehr zeitig im Jahr (Februar bis April) blühen. Die Blütezeit kann jedoch je nach Schneelage erheblich variieren. So können auch Dezember bis Mai Blüten erscheinen.

Die bis zu 10 cm großen weißen oder rosa gefärbten porzellanähnlichen Blüten werden von 5 bleibenden Kelchblättern gebildet. Ihre Blütenfarbe reicht von Grün, über Weiß, Rosa, Rot bis zu Purpur, welches sie beim Verblühen annehmen. Es sind auch Sorten mit gesprenkelten und gepunkteten Blütenblättern bekannt. Eine prächtige Wirkung haben sie in Gruppen, da sich ihr Laub und ihre Blüten dann gut vom winterlichen Garten abheben. Aus den bis zu acht unten zusammengewachsenen Fruchtknoten entwickeln sich flache Balgfrüchte mit zahlreichen Samen. Aufgrund der sehr frühen Blütezeit ist eine Bestäunbung durch Bienen nicht immer gesichert. Die Schneerose gleicht diesen Nachteil dadurch aus, dass die Narben sehr lange befruchtbar bleiben und im ungünstigsten Fall auch den eigenen Pollen für eine Selbstbestäunung (Autogamie) aufnehmen können.

Der kräftige Wurzelstock ist schwarz.

Vorkommen

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Das natürliche Verbreitungsgebiet umfasst die östlichen Nord- und Südalpen (westwärts bis Vorarlberg). Besonders häufig ist sie in den Kalkalpen und im nördlichen Appenin zu finden. Sie bevorzugt als Standort lichte Gebirgswälder mit nährstoffreichen Kalk- und Kreideböden. Sie kommt jedoch auch mit Standorten zurecht, die feuchte und humose Böden aufweisen. Die Schneerose ist bis in eine Höhe von 1.850 m anzutreffen.

Die Christrose als Gartenpflanze

Die Christrose wurde aufgrund ihrer frühen Blühzeit und ihrer auffälligen weißen Blüten schon im 16. Jahrhundert in den mitteleuropäischen Gärten zu finden gewesen. Konrad Gessner beschrieb schon 1561 eine rosablütige Form. Die frühe Einführung ist auch darauf zurückzuführen, dass diese Pflanze in der Pflanzenheilkunde genutzt wurde. Besonders im 19. Jahrhundert entstanden zunehmend auch Zuchtsorten, die größere Blüten und einen reichlicheren Blütenansatz als die wilde Art aufwiesen. Bunte Sorten entstanden durch Einkreuzung der in der Türkei beheimateten Orientalischen Nieswurz.

Die Christrose ist eine sehr dankbare Gartenpflanze. Vermieden werden sollten windige Standorte und zu trockene oder staunasse Böden.

Giftigkeit

thumb|260px|Illustration Helleborus niger Die Pflanze ist wegen des bitteren, stark herzwirksamen Glykosids Hellebrin und des Saponins Helleborin sehr giftig. Die Symptome Schwindel, Durchfall und Kollaps ähneln denen einer Herzglykosid-Vergiftung.

Weitere Giftstoffe sind Saponine und Protoanemonin, die in erster Linie haut- und schleimhautreizend wirken.

Alle Pflanzenteile sind giftig. Die stärkste Hellebrin-Konzentration findet sich jedoch im Wurzelstock, so dass Vergiftungen durch Schneerosen eher selten beobachtet werden.

Verwendung in der Pflanzenheilkunde

Das Pulver der Wurzel wurde früher als Niespulver (Schneebergers Schnupfpulver) verwendet. Die schwarzbraunen Wurzelstöcke wurden jedoch auch als Herzmittel und harntreibendes Medikament genutzt. Allerdings wiesen bereits im 16. und 17. Jahrhundert Kräuterbücher auf die Giftigkeit dieser Pflanze hin und wiesen auf die Gefahr einer Überdosierung hin.

In der Volksmedizin findet die Schneerose als Brech- und Abführmittel Verwendung.

Sonstiges

Die Schneerose galt wegen ihrer Blüte zur "Heiligen Zeit" (= Christfest) als heilig. Man schrieb ihr besondere Kräfte zu, z.B. böse Geister auszutreiben bzw. die Pest zu heilen.

Die Pflanze ist geschützt.

Literatur

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See also: Schneerose, Art (Biologie)