Schowkwa
| Wappen | Lagekarte |
|---|---|
| 120px | 140px|Lage in der Oblast Lemberg |
| Basisdaten | |
| Oblast: | Lemberg |
| Rajon: | Jaworiw |
| Geografische Lage: | 49.52°N 23.20°O |
| Fläche: | k.A. km² |
| Einwohner: | 36.556 (2001)1 |
| 1 offizielle Volkszählung | |
Schowkwa (ukrainisch Жовква, polnisch Żółkiew, von 1951-1992 Нестеров/Nesterow) ist eine kleine ukrainische Stadt mit etwas mehr als 36.000 Einwohnern. Sie liegt in der Oblast Lwiw (Lemberg) und befindet sich nördlich der Bezirkshauptstadt Lemberg. Die nächstgrößere Stadt ist Lemberg.
| Inhaltsverzeichnis |
Touristisches:
Schowkwa ist seit Jahrhunderten als Stadt des Handwerkes und des Kunstgewerbes bekannt. Töpfer, Glasbläser, Goldschmiede und Handweber waren hier ansässig. Dadurch gab es einen gewissen Wohlstand, der sich auch jetzt noch an den vielen schönen Gebäuden ablesen lässt. Die Stadt wirkt etwas verschlafen. Die Vielzahl von historischen Bauten und die Ruhe laden zum Spazieren und Entdecken ein. Am Marktplatz findet man zweistöckige Häuser aus dem 17. Jahrhundert mit breiten Arkaden, wie sie für Handelsstädte in Galizien üblich waren. Des rege Handesltreiben ist noch gut vorstellbat.
Bedeutende Persönlichkeiten:
Bedeutende Persönlichkeiten werden mit der Stadt in Verbindung gebracht, so soll Bohdan Chmelnyzkyj hier geboren und aufgewachsen sein. Sicher ist, dass sich Zar Peter I. über Monate in der Stadt aufhielt, denn hier befand sich 1706/07 zeitweilig das Oberkommando der russischen Armee. 1734 starb hier Jakob Louis Heinrich Sobieski.
Bedeutende Gebäude
- Der große Marktplatz wird umrahmt vom Renaissance-Schloss und der Laurentiakathedrale.
- Das eindrucksvolle Gotteshaus wurde 1606 errichtet. Die toskanischen Reliefsäulen lenken den Blick nach oben zu dem dekorativen Fries. Bemerkenswert ist auch das Westportal mit den Bildnissen der vier Evangelisten und vier Heiligen. Das Innere des Kreuzkuppelbaus wird von der mit Kassetten und Rosetten verzierten Kuppel dominiert, unterhalb der Kuppel sind auf vier großen Medaillonreliefs noch einmal die Evangelisten zu sehen.
- Das Rathaus, welches sich in der Nähe befindet, wurd 1926 auf den Grundmauern älterer Gebäude errichtet und steht unmittelbar an der Befestigungsmauer des Schlosses. Der quadratische Turm mit zwei Balkonen erhebt sich über einen Schwerfälligen Eingangsbereich mit an Fässer erinnernden Säulen.
Geschichtliches:
- Im 17. Jahrhundert war die Stadt eine Residenz des polnischen Königs Jan Sobieski III.
- In der Sowjetzeit wurde die Stadt nach Pjotr Nikolajewitsch Nesterow benannt, einem Kunst- und Kampfflieger aus dem Ersten Weltkrieg, der in diese Gegend beheimatet war.
- Erst 1992 kehrte man zum alten Namen Schowkwa zurück, der von einem Großgrundbesitzer aus dem 17. Jahrhundert stammt. Dieser polnische Adlige, "Stanisław Żółkiewski", baute 1594 in einer bereits seit dem 14. Jahrhundert bestehenden Siedlung eine Befestigungsanlage und ein Schloß. Der Ort wurde in nur wenigen Jahren vergrößert und umgestaltet.
