Schulpädagogik

Die Schulpädagogik ist eine Teildisziplin der Erziehungswissenschaft. Wie der Name schon impliziert, beschäftigt sich die Schulpädagogik als wissenschaftliche Disziplin mit der Theorie und Praxis der Entwicklung und Reflexion wissenschaftlicher Konzepte zur Gestaltung von Schulleben und Unterricht. Diese Arbeitsdefinition soll nachfolgend etwas genauer erläutert werden.


Dabei beinhaltet die Schulpädagogik einige Besonderheiten, die sie von anderen wissenschaftlichen Disziplinen unterscheidet: Sie versucht nicht nur die Schule empirisch zu erforschen, sondern sie will den dort Lehrenden und Lernenden Orientierungen geben:


Interessant hierbei ist, dass es unter den zuständigen Wissenschaftlern bis heute keinen Konsens über die Bedeutung und Grenzen des Begriffs "Schulpädagogik" gibt - obwohl in den Prüfungsordnungen für Lehramtsstudiengänge die Schulpädagogik eines der wichtigsten Prüfungsgebiete ist!

Definitionen

Die Schulpädagogik verlangt eine Definition der Begriffe Schule, Unterricht und Erziehung. Hilbert Meyer (1997) schlägt folgende Arbeitsdefinitionen vor:

In der heutigen Schulpädagogik greift man verstärkt auf Konzepte zurück, die offene Formen von Schule und Unterricht ermöglichen. Diese sind zum großen Teil in der Reformpädagogik begründet. Das individuelle Lernen wird stärker betont, neue Methoden und Handlungsperspektiven sollen Lehrer/innen und Schüler/innen Möglichkeiten eröffnen, die Schule als Lern-, Bildungs- und sozialen Ort zu erleben. Im Gegensatz dazu stehen traditionelle Formen von Schule (z. B. mit Frontalunterricht), die den Veränderungen der heutigen Zeit aus schulpädagigischer Sicht nicht mehr gerecht werden können.

Literaturempfehlungen (Grundlagen)

Weblinks

See also: Schulpädagogik, Disziplin, Erziehung, Erziehungswissenschaft, Konzept, Praxis, Reformpädagogik, Schule, Theorie, Unterricht