Schützengraben

Bild nicht gefunden
Ein Posten des Cheshire Regiment in einem Schützengraben nahe La Boisselle während der Schlacht an der Somme, Juli 1916

Ein Schützengraben ist eine Form der Feldbefestigung, meist in Form eines simplen Grabens, der dem Schützen durch eine vorderseitige und rückwärtige Deckung zur sicheren Schussabgabe im Stehen und zum Schutz vor Granaten und deren Splittern dient. Viele der verlustreichsten Schlachten des Ersten Weltkriegs waren vom Grabenkrieg geprägt. thumb|Schützengrabenkonstruktion aus einem britischen Infanterielehrbuch, 1914 Um beim Eindringen feindlicher Einheiten oder einem Granattreffer in den Graben mehr Schutz zu gewähren, wurden Schützengräben oft in Zickzack-Form (Splittergraben) gegraben.

Ziel dieser Gräben ist es, die Truppenverteilungen so vorzunehmen, dass die so sich dem Feind annähernden Soldaten möglichst vor dem Beschuß des Gegners geschützt sind. Gewünscht hierbei ist außerdem, dass die Truppenverschiebungen so vonstatten gehen, dass der Gegner sie möglichst nicht bemerkt, bevor das Feuer eröffnet wird. Zu den Gräben gehören auch gestapelte Sandsäcke und ab 1873 auch Stacheldrahtverhaue (Spanischer Reiter). Das Hauptziel einer solchen Annäherung in einem Stellungskrieg an den Feind ist, einen taktischen Vorteil zu erzielen.

Eine kleinere Verteidigungsanlage ist das Schützenloch.

Siehe auch: Sappe, Grabenkrieg

See also: Schützengraben, 1873, 1916, Deckung, Erster Weltkrieg, Feldbefestigung, Graben, Grabenkrieg, Juli, Sappe