Schweizerdeutsch

385px|thumb|Das schweizerdeutsche Sprachgebiet (Region 6) innerhalb des Oberdeutschen Schweizerdeutsch (auch: Schwyzerdütsch) ist eine Sammelbezeichnung für diejenigen alemannischen (oberdeutschen) Dialekte, die in der Schweiz und in Liechtenstein gesprochen werden. Linguistisch sind die Dialekte Vorarlbergs sowie die Dialekte einiger von Walsern besiedelter italienischer Bergdörfer südlich der Schweizer Grenze eng mit dem Schweizerdeutsch verwandt; trotzdem werden sie weder in den betreffenden Gebieten noch in der Schweiz als Schweizerdeutsch bezeichnet.

Linguisten haben hunderte von Deutschschweizer Mundarten unterschieden. Die starke topografische Kammerung der Schweiz und die relativ geringe räumliche Mobilität bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat dazu geführt, dass sich die Dialekte teilweise sehr stark voneinander unterscheiden, bisweilen sogar so stark, dass auch die Schweizer untereinander Verständigungsprobleme haben können. So gilt das Walliserdeutsch als extremste Ausprägung. Neben den unterschiedlichen Aussprachen sind insbesondere Flurnamen, Bezeichnungen für Pflanzen, Werkzeuge, landwirtschaftliche Geräte und Ähnliches stark regional geprägt.

Inhaltsverzeichnis

Gliederung der schweizerdeutschen Dialekte

Niederalemannisch

Diese Dialektgruppe nimmt den grössten Teil des ehemaligen Landes Baden ein. Auch das Elsässische zählt dazu. In der Schweiz gehört nur der Dialekt von Basel-Stadt, das Baseldeutsche, dazu. Kennzeichen des Niederalemannischen ist ein anlautendes kh statt dem hochalemannischen ch, beispielsweise Khind statt Chind.

Hochalemannisch

Fast alle hochalemannischen Dialekte werden in der Schweiz und Liechtenstein gesprochen. Zum Hochalemannischen gehören noch die Dialekte des äussersten Südwestens Baden-Württembergs, die Dialekte Vorarlbergs in Österreich sowie die Dialekte des Sundgaus im südlichen Elsass.

Höchstalemannisch

Die Mundarten des Wallis sowie der Walsersiedlungen, des Berner Oberlands und des Senselands (deutschsprachiger Teil des Kantons Freiburg) gehören zum Höchstalemannischen, dessen Kennzeichen Formen wie schnyyä, nüü(w)/nyyw, buu(w)e/büü(w)ä statt hochalemannischem schneie/schnäie, neu, boue/baue sind. Die Dialekte der Nebentäler des Wallis und die von den Walsern gegründeten Tochtersiedlungen in Norditalien und im Tessin bilden eine besonders konservative Untergruppe.

Die Mundart von Samnaun im Unterengadin gehört nicht zum Alemannischen, sondern zum Tirolischen, also zum Bairisch-Österreichischen.

Schweizer Hochdeutsch und Schweizerdeutsch

Zunächst unterscheidet sich der Schweizer Sprachgebrauch deutlich vom deutschen oder österreichischen, indem klar zwischen Dialekt und Hochsprache unterschieden wird. Dialekt und Standardsprache bilden also kein Kontinuum, zwischen denen ein gleitender Übergang möglich ist. Eine sprachliche Äusserung kann nicht auf mehr oder weniger dialektale oder standardsprachliche Art erfolgen; man spricht entweder Dialekt oder Standardsprache und wechselt zwischen beiden. Insofern behandeln Deutschschweizer Schweizerdeutsch und Standarddeutsch tatsächlich wie zwei verschiedene Sprachen.

Wenn dialektgewohnte Sprecher einer deutschen Mundart Hochdeutsch sprechen, tun sie dies normalerweise mit einem deutlichen Akzent. In der Schweiz sind dessen wesentliche Kennzeichen (mit Abweichungen, je nach Basisdialekt):


Das dermassen mit hörbarem Akzent gesprochene Hochdeutsch mit speziellen Wörtern und Satzkonstruktionen wird als Schweizer Hochdeutsch bezeichnet. Manchmal wird diese Sprechweise von Aussenstehenden auch irrtümlich für "Schweizerdeutsch" (Schwyzerdütsch), also für Dialekt, gehalten. Umgangssprachlich wird "Schwyzerdütsch" in bestimmten Regionen auch als "Buuredütsch" (Bauerndeutsch) bezeichnet. Schweizerdeutsch, also die alemannischen Dialekte in der Schweiz, wird in der Schweiz von allen sozialen Schichten im mündlichen Bereich als normale Umgangs- und Verkehrssprache verwendet; Dialekt zu sprechen ist also nicht sozial geächtet. Auch mit sozial höhergestellten Leuten und im Umgang mit Behörden ist das Sprechen des Dialekts in jeder Situation üblich.

Schweizer Hochdeutsch wird in der Schweiz hauptsächlich für schriftliche Äusserungen verwendet und wird deshalb auch oft "Schriftdeutsch" genannt.

In den letzten Jahrzehnten sind verstärkt Gebrauchsausweitungen des Dialekts zu Lasten des (Schweizer) Hochdeutschen festzustellen (wobei im Weiteren unter "Hochdeutsch" stets die deutsche Standardsprache mit deutlichem Schweizer Akzent zu verstehen ist):

Die Deutschschweizer haben also mangelnde Übung im mündlichen Gebrauch des Hochdeutschen; weit verbreitet ist die Ansicht, diese offizielle Nationalsprache sei eigentlich eine Fremdsprache. Dies hat zur Folge, dass ein Aussterben des Dialekts nicht mehr zu befürchten ist. Hochdeutsch wird seit dem 19. Jahrhundert wenig geschätzt und als fremd empfunden. Andererseits klingt Schweizer Hochdeutsch auch für viele Schweizer selbst schwerfällig und ungelenk. Hinzu kommen auch aufgrund geschichtlicher Ereignisse vorhandene Vorbehalte und Vorurteile gegenüber den Deutschen und damit verbunden oft auch eine ablehnende Haltung gegen das Hochdeutsche. Dialektsprache wird somit auch bewusst als Abgrenzung benutzt.

Spezialitäten

Schreibweise

Alle Mundarten beziehungsweise Dialekte im deutschsprachigen Raum haben eines gemeinsam: es gibt für sie keine offizielle oder allgemein verbindliche Rechtschreibung. Genauso verhält es sich mit den schweizerdeutschen Dialektformen. Im Bereich der Mundartliteratur haben sich aber zwei Verschriftungssysteme durchgesetzt: die Dieth-Schrift oder Schwyzertütschi Dialäktschrift und die Bärndütschi Schrybwys.

Im Alltagsgebrauch (SMS, Chat, persönliche Briefe) wird der Dialekt "nach Gefühl" und persönlichem Geschmack in die geschriebene Form umgesetzt.

Auch bei der Verwendung des Hochdeutschen werden spezielle, nur in der Schweiz gebräuchliche Wörter und Rechtschreibregeln verwendet, so genannte Helvetismen.

Oft wird das Ypsilon für das gedehnte geschlossene i verwendet ("Schrybwys"). Das Schweizerische Hochdeutsch spricht das Ypsilon nicht als Ü sondern als (offenes) i aus. Also "Gimnasium" und nicht "Gümnasium".

Vokale

Die meisten Schweizer Dialekte haben die frühneuhochdeutsche Monophthongierung und Diphthongierung nicht mitgemacht und verharren somit diesbezüglich auf mittelhochdeutschem Stand:

1) Bewahrung der mittelhochdeutschen Monophthonge:

Huus ist "Haus", Züüg ist "Zeug", wiit ist "weit" etc. Ausnahmen gibt es im Bündner Schanfigg (Hous, wejt), in Unterwalden (Huis, wejt) und im Aostataler Issime (Hous, wejt), wo die alten Längen alle diphthongiert sind. Eine weitere Ausnahme betrifft auslautende Langvokale und diejenigen vor Vokal, die in den hochalemannischen Mundarten des Mittellandes diphthongiert worden sind (mhd. frî -> frei, snîen -> schneie, mhd. sû -> Sou, bûwen -> boue, mhd. niu -> nöi). In weiten Teilen werden die alten Diphthonge von den neuen lautlich unterschieden. So heisst es in Zürich: Baum, aber boue für standardsprachlich gleich lautende "Baum, bauen".

2) Bewahrung der mittelhochdeutschen öffnenden Diphthonge:

Während in der Standardsprache die mittelhochdeutschen ie, ue, üe monophthongiert wurden (vergleiche Liebe, wo ie noch in der Schrift erhalten ist aber [] gesprochen wird), sind diese Diphthonge in den schweizerdeutschen Mundarten erhalten geblieben. Ein geschriebenes ue wird nicht ü, sondern ú-e ausgesprochen (mit Betonung auf dem -ú-), der Schweizer "Rudolf" ist also Ru-edi, nicht Rüdi. Achtung: Mus ist "Maus", aber Mues (oder Muos) ist "Mus" - zum Frühstück gibt es also Müesli und nicht Müsli.

Endungen

Grammatik

Die schweizerdeutsche Grammatik zeichnet sich unter anderem durch folgende Merkmale aus:

Beispiele:

Jetz bin i grad aneghocket... - "jetzt habe ich mich gerade hingesetzt"
... für es Buech (z) läse (westlicher Typus) - "um ein Buch zu lesen"
... zum es Buech (z) läse (östlicher Typus)
Er het mi(ch) ned la gaa (westlicher Typus) - "er hat mich nicht gehen lassen"
... nöd gaa laa (östlicher Typus)

Aussprache

Siehe auch: Chuchichäschtli

Wortschatz

Allgemein ist zu erwähnen, dass es im Schweizerdeutschen sehr viele französische und italienische Lehnwörter gibt. Eine Auswahl davon ist in der folgenden Liste zu finden. (Es steht jeweils zuerst das schweizerdeutsche Wort, beziehungsweise der schweizerdeutsche Ausdruck)


Dieser teilweise sehr unterschiedliche Wortschatz macht es für Schweizer und Deutsche oft schwierig, sich zu verständigen. Interessant zu beobachten ist dies, wenn Schweizer Kinder mit Spielgefährten Hochdeutsch zu sprechen versuchen. "Möchtist du auch mal in den Pool hineingumpen?" sollte zum Beispiel bedeuten "Möchtest du auch einmal in den Pool springen?" Ähnlich setzt sich dies dann auch in der Schule fort, wo Hochdeutsch gesprochen und geschrieben werden sollte. Dadurch kommen die Kinder allmählich in einen "Sprachzwist", aus dem sich die meisten aber mit zunehmendem Alter herauslösen und einen differenzierten Blick auf beide Sprachen entwickeln.

Wer spricht Schweizerdeutsch?

Bei der Volkszählung von 2000 betrug der Anteil der deutschsprachigen Schweizerinnen und Schweizer 63,6 % der Gesamtbevölkerung. Von diesen gaben 93,3 % an, im Alltag Dialekt zu sprechen. 66,4 % davon geben sogar an, nur Dialekt und kein Hochdeutsch zu sprechen.

So wird die Hochsprache zwar in der Verfassung als eine der vier offiziellen Landessprachen definiert, bleibt aber für den Grossteil der Bevölkerung praktisch eine Fremdsprache (siehe auch Diglossie).

thumb|330px|Sprachen in der Schweiz

right|Karte der Schweizer Dialekte (Deutsch)

In der deutschsprachigen Schweiz (gelb) gibt es eine Anzahl von verschiedenen Dialekten. Üblicherweise werden diese nach den Kantonen unterteilt. Dies ist jedoch streng linguistisch nicht gerechtfertigt, da teilweise innerhalb von Kantonen grosse Unterschiede im Dialekt vorkommen, andererseits aber in einigen kantonsübergreifenden Regionen praktisch der gleiche Dialekt gesprochen wird.

Einsprachige Kantone, in denen von der einheimischen Bevölkerung nur Schweizerdeutsch gesprochen wird, sind: St. Gallen (SG), Appenzell-Innerrhoden bzw. Appenzell-Ausserrhoden (AR), Thurgau (TG), Glarus (GL), Schaffhausen (SH), Zürich (ZH), Zug (ZG), Schwyz (SZ), Luzern (LU), Uri (UR), Unterwalden (UW), Aargau (AG), Basel-Stadt (BS) und Basel-Landschaft (BL) und Solothurn (SO). Eine deutschsprachige Mehrheit haben Graubünden (GR, neben Italienisch und Rätoromanisch) und Bern (BE, neben Französisch). Eine deutschsprachige Minderheit neben einer französischen Mehrheit haben Wallis (VS) und Freiburg (FR). Dem Schweizerdeutsch nahe Dialekte werden auch im Norden von Italien (P) und in Bosco/Gurin im Tessin (TI) gesprochen.

Da mehr und mehr Menschen innerhalb der Schweiz umsiedeln, haben sich die Unterschiede zwischen den Dialekten in letzter Zeit etwas abgeschwächt. Die Unterschiede sind aber noch immer von grösster Bedeutung und es kann vorkommen, dass sich Menschen aus verschiedenen Regionen nur schwer verstehen, v.a. dort, wo man auf seltene Dialekte mit wenigen Sprechern trifft.

Mittlerweile sind auch alle Rätoromanen des Schweizerdeutschen und natürlich des Hochdeutschen mächtig, das heisst es gibt niemanden mehr, der nur Rätoromanisch spricht. Deshalb müsste man eigentlich die auf der Karte "rätoromanisch eingefärbten" Gebiete zusätzlich auch als deutschsprachig bezeichnen.

Historische Entwicklung des Schweizerdeutschen

Bis ins 20. Jahrhundert hinein blieb der Gebrauch des Dialektes auf den Bereich des Privatlebens beschränkt. Im öffentlichen Leben wurde, vor allem seit der Reformation, Hochdeutsch vorgezogen. Die gehobenen Klassen (Patrizier) und die Familien der Grossbourgeoisie einiger Städte wie Bern und Basel "präferierten" Französisch und "parlierten" dieses auch im Alltag. Viele französische Lehnwörter zeugen heute noch davon. Wie die übrigen deutschen Mundarten galt auch das Schwyzerdütsch als Sprache der Bauern und des gemeinen Volkes, was die in einigen Regionen gebräuchliche Bezeichnung "Buuredütsch" für Schweizerdeutsch belegt.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts gab es immer wieder Bewegungen mit dem Ziel, Schwyzerdütsch salonfähig zu machen und es zu einer Schriftsprache zu normalisieren. Die Versuche, sich innerhalb des deutschen Kulturraumes durch die Entwicklung einer eigenständigen "vollwertigen" Sprache zu emanzipieren, ähnlich wie es einst die Niederländer taten, wurde durch die politischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts (Nazismus) zusätzlich verstärkt.

Gleichzeitig machte sich eine Gegenströmung zu dieser Entwicklung bemerkbar: Durch die Entwicklung der audiovisuellen Medien und durch die erhöhte Mobilität der Bevölkerung werden die Dialekte, ausgehend von den städtischen Gebieten, immer mehr von Ausdrücken der standarddeutschen Schriftsprache und auch des Englischen durchzogen. Dazu kommt, dass praktisch der gesamte Wortschatz des modernen Lebens über jeweils einheitliche hochdeutsche Formen ins Schwyzerdütsche gelangt. Doch beschränkt sich dieser hochdeutsche Einfluss fast ausschliesslich auf den Wortschatz.

Soziologische Aspekte

Die soziologischen Funktionen von Schwyzerdütsch sind vielfältig. Es kann sowohl als Umgangssprache als auch als Fachsprache verwendet werden. Schwyzerdütsch ist weder nur Trendsprache noch eine technische Sprache. Es wird von allen Gesellschaftsschichten gleichermassen verwendet und ist also nicht mehr wie manche Dialekte als Sprachform einer "Unterschicht" diskreditiert.

Wie überall beinhalten die Varietäten verschiedener Sprechergruppen (Secondos, Forstarbeiter usw.) zusätzliche spezielle Abkürzungen und Ausdrücke.

Da die schweizerdeutschen Dialekte nicht kodifiziert sind (das heisst dass sie keine offizielle Rechtschreibung und keine normierte Grammatik haben), erscheinen sie stark kontextuell, lassen sich also weder in ihrer Anwendung noch in ihrer Stellung zur Umwelt klar definieren. Schwyzerdütsch gibt den Deutschschweizern jedoch starken emotionalen Halt und trägt wesentlich zu einem Gemeinschafts- und Heimatgefühl bei, weshalb es aus dem Alltag auch nicht wegzudenken ist. Ein Beispiel dafür ist der Boom der Mundartmusik seit 1990.

In den grösseren Städten, besonders in Basel und Bern, gab es jedoch noch bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ausgeprägte soziale Dialektunterschiede (Soziolekte). Zwar sprachen alle Schichten Dialekt, aber der Dialekt der Oberschicht unterschied sich deutlich von demjenigen der Mittelschicht, der sich wiederum sowohl vom Dialekt der Unterschicht als auch vom Dialekt der Landbevölkerung abhob.

Innere Unterschiede

Die schweizerdeutschen Dialekte unterscheiden sich aber zum Teil sehr stark voneinander. Überspitzt gesagt hat beinahe jede Region, teilweise sogar jede Gemeinde, einen eigenen "Touch" in ihrem Dialekt. Deutschschweizer kann man zum Teil sehr gut alleine nach ihrem Dialekt relativ genau einer Heimatgegend zuordnen. Als grössere Mundarträume lassen sich das Berndeutsche, Baseldeutsche, Zürichdeutsche, Urnerdeutsche, Walliserdeutsche, Bündnerdeutsche, das Appenzellerdeutsche und das St. Gallerdeutsche unterscheiden, wobei diese Unterscheidung nur teilweise auf dialektologischen Prinzipien begründet sind, sondern ebenso auf aussersprachlichen Konzepten (wie z.B. politische Grenzen) und Einstellungen beruhen. Jede der genannten Regionen ist auch intern stark gegliedert, so dass sich für keine ein Merkmal finden lässt, das nur in dieser vorkommt und sie von anderen Regionen abgrenzt. Dass politische Aspekte und Einstellungen mit dieser Einteilung interferieren, zeigt sich deutlich am Beispiel des genannten Appenzellerdeutschen, das vom St. Gallerdeutschen umgeben ist, aber eben politisch eigenständig ist.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

Gesprochene Wikipedia

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See also: Schweizerdeutsch, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 2000, Affrikate, Akkusativ