Schweizerische Südostbahn AG
thumb|300px|Triebzug der SOB Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) ist eine normalspurige Eisenbahngesellschaft in der Schweiz. Sie entstand 2001 aus einer Fusion der ehemaligen Südostbahn und der Bodensee-Toggenburg-Bahn.
Geschichte
1877 wurde ein Vorläufer der Südostbahn gegründet, die Wädenswil-Einsiedeln-Bahn. 12 Jahre später wurde die Schweizerische Südostbahn durch eine Fusion der erstgenannten Bahn mit der Zürichsee-Gotthardbahn-Gesellschaft gegründet. Das Streckennetz umfasste somit neben Wädenswil-Einsiedeln auch die bis zu 50 Promille steile Strecke Pfäffikon SZ-Arth-Goldau.
1904 wurde die Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT) gegründet. Die BT eröffnete die Strecke Romanshorn nach St. Gallen St. Fiden, St. Gallen HB nach Lichtensteig im Jahre 1910. Zwei Jahre später wurde Ebnat-Kappel - Nesslau-Neu St. Johann eröffnet.
In einer Allianz betrieb die BT mit der Südostbahn und der SBB seit 1991 den Voralpen-Express Romanshorn-Luzern, nachdem schon früher durchgehende Züge von Romanshorn über Rapperswil und Arth-Goldau nach Luzern existierte.
2001 fusionierten die beiden Bahngesellschaften. Die SOB gehört zu 36% dem Bund, zu 19% dem Kanton St. Gallen, zu 14% diversen Gemeinden und Bezirken, zu 12% anderen Kantonen. Der Rest ist auf Private verteilt. Somit hat die Südostbahn eher den Charakter einer Staatsbahn denn als einer Privatbahn.
Streckennetz heute
Nach der Fusion verfügt die Südostbahn über folgende Strecken:
- Romanshorn - St. Gallen St. Fiden
- St. Gallen - Wattwil
- Auf der doppelspurigen Strecke Liechtensteig-Wattwil gehört ein Gleis der SOB, während das andere der SBB gehört.
- Pfäffikon - Arth-Goldau
- Wädenswil - Einsiedeln
- Ebnat-Kappel - Nesslau-Neu St. Johann
- Das Teilstück Wattwil - Ebnat-Kappel ist von der SBB an die SOB verpachtet
Die Zwischenstücke St. Gallen St. Fiden bis St. Gallen, Wattwil bis Pfäffikon sowie Arth Goldau bis Luzern gehören der SBB, dürfen unter einem Vertrag von der SOB benützt werden.
Auf der Strecke Wil SG - Wattwil - Nesslau-Neu St. Johann verkehren abwechselnd SBB- und SOB-Kompositionen.
Ungefähr ein Achtel der ganzen Strecke liegt auf Grund der schwierigen Topologie auf Brücken oder in Tunnels und ist daher eine von Touristen gerne genützte Bahn. Die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz, das Sitterviadukt zwischen St. Gallen Haggen und Gübsensee bei Herisau liegt unter dem Eigentum der SOB.
