Schwibbogen
thumb|300px|right|Schwibbogen in JohanngeorgenstadtDer Schwibbogen ist ein typischer Lichterbogen aus dem Erzgebirge. Er besteht aus einem halbkreisförmigen zumeist hölzernen Segment, mit oben aufgesetzten Kerzen oder Lichtern. Dieses ist dem Mundloch eines Bergwerksstollen nachempfunden.
Die auf dem Bogen aufgesetzten Lichter waren Ausdruck der Sehnsucht des Bergmanns nach Licht in den Jahreszeiten mit den kurzen Tagen. Oft sahen die Bergleute über Wochen keine Sonne, da es morgens zu Arbeitsbeginn noch dunkel war und man abends erst nach Sonnenuntergang wieder aus dem Stollen kam. Die im Schwibbogen dargestellten Motive spiegeln den Alltag der Bergleute und ihrer Familien wieder.
Erst später wurden auch christliche Motive aus der Weihnachtsgeschichte dargestellt. Auch der Wald und dessen Tiere können Thema der Darstellung sein.
Sein Name leitet sich vom Schwebebogen aus der Architektur ab. In Johanngeorgenstadt (Erzgebirge) entstand 1740 der erste Schwibbogen aus Metall. Vornehmlich zur Weihnachtszeit wird er in die Fenster erzgebirgischer Häuser gestellt.
