Schwüle

Als Schwüle oder schwüle Hitze bezeichnet man den Umstand einer stark mit Wasserdampf gesättigten Umgebungsluft bei hohen Lufttemperaturen. Diese weist dementsprechend eine hohe relative Luftfeuchtigkeit auf und behindert daher die Thermoregulation des menschlichen Körpers durch Schwitzen. Als Folge wird schwüle Hitze als wesentlich unangenehmer bzw. auch wärmer empfunden als trockene Hitze, welche analog eine Umgebungsluft mit geringer relativer Luftfeuchtigkeit beschreibt.

Bei einer starken Beeinträchtigung der Thermoregulation erhöht sich die Gefahr eines Kreislaufkollapses. Besonders tropische und subtropische Klimate sind durch schwüle Witterungsbedingungen gekennzeichnet, was jedoch in der Regel nur bei einem unangepassten Organismus bzw. auch unangepasstem Verhalten zu gesundheitlichen Konsequenzen führt. Ohne eine ausreichende Akklimatisierung an diese Bedingungen sollten daher keine größeren körperlichen Anstrengungen unternommen werden. Doch auch im gemäßigten Klima der mittleren Breiten und besonders nahe großen Ballungszentren kann es im Sommer zu einer derart schwülen Witterung kommen, dass man auf sie hier in Mitteleuropa - beispielsweise wie im Sommer 2003 - oftmals unvorbereitet ist.

Siehe auch: Hitze, gefühlte Temperatur

See also: Schwüle, Akklimatisierung, Gefühlte Temperatur, Hitze, Relative Luftfeuchtigkeit, Schwitzen, Sättigung (Physik), Thermoregulation, Wasserdampf