Seedienst Ostpreußen
Der Seedienst Ostpreußen wurde 1922 vom Reichsverkehrsministerium in der Weimarer Republik eingerichtet, um Ostpreußen über den Seeweg an das Kernland des Deutschen Reiches anzubinden und so den Weg durch den polnischen Korridor zu umgehen.
Man fürchtete in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg Unannehmlichkeiten für Fahrgäste, Post und Güter beim Weg durch Polen. Das Reichsverkehrsministerium kaufte verschiedene Schiffe, die durch unterschiedliche Reedereien betrieben wurden: 1926 wurden die "Preußen" (Reederei Braeunlich in Stettin) und die "Hansestadt Danzig" (Reederei Norddeutscher Lloyd in Bremen) auf der Linie von Kiel-/Travemünde - Swinemünde - Zoppot nach Ostpreußen in Dienst gestellt.
1935 folgte die "Tannenberg" (Reederei Hamburg-Amerika-Linie, Hamburg). Der 1939 begonnene Bau der "Marienburg" wurde kriegsbedingt unterbrochen. 1950 wurde es in Wismar zum Passagier-Motorschiff fertiggestellt und fuhr in der Sowjetunion. Der Seedienst Ostpreußen wurde 1944 eingestellt.
