Selbstauslöser

Ein Selbstauslöser gehört zur Ausrüstung der meisten Fotoapparate. Wenn man den Selbstauslöser betätigt, löst er die Kamera erst nach Ablauf einer meist fest eingestellten Zeit.

Selbstauslöser werden zum Beispiel verwendet, um es dem Fotografen zu ermöglichen, selbst auf dem Foto zu erscheinen, in dem die Zeit zwischen dem Auslösen und dem Aufstellen im Bildbereich zur Überwindung der Distanz zwischen Aufnahmeort und Fotoapparat genutzt werden kann.

Vor allem in mechanischen Kameras (Spiegelreflexkameras und auch Sucherkameras) wird dieser Auslöseversatz mechanisch realisiert. Das geschieht durch Spannen einer Vorrichtung, die mit Hilfe von Federkraft und Zahnrädern mit Verzögerung die Auslösemechanik der Kamera betätigt. Mechanische Selbstauslöser sind an den Kameras meist so angebracht, dass durch eine eindeutige Stellung des Hebels (o.ä.) das Ende des Zeitversatzes zu erkennen ist.

Mechanische Kameramodelle ohne integrierten Selbstauslöser können mittels Drahtauslöser externe Selbstauslöser benutzen, die den Zeitversatz ähnlich mit gespannter Federkraft und Mechanik bewirken.

Bei mechanischen Selbstauslösern ist es in Grenzen möglich, die Auslösezeit zu beeinflussen, d.h. zu verkürzen.

Bei elektronischen Kameras wird das Zeitglied zur Verzögerung des Auslösens elektronisch gebildet. Die Betätigung des Selbstauslösers wird meistens mit einem optischen Signal (Blinken) an der Kamerafront angezeigt, welches kurz vor der Verschlussbetätigung die Frequenz des Blinkens ändert oder dauernd leuchtet.

Bei elekronischen integrierten Selbstauslösern kann der Zeitversatz nicht beeinflusst werden.

Der Selbstauslöser muss vor jeder Benutzung extra eingestellt werden. Ein dauerhafte Funktion ist nicht bekannt.

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