Selbstwert
Unter Selbstwert (oder Eigenwert, Selbstwertgefühl) versteht man den Eindruck, den man von und seinem Charakter hat. Er hängt mit dem Wert zusammen, den man dem eigenen Leben beimisst.
Die Basis eines gesunden Selbstwertgefühls wird in der Kindheit gelegt - vor allem durch das Ausmaß an Liebe, die das Kleinkind von den Eltern (oder eventuell von einer anderen bleibenden Bezugsperson) erfährt.
In späteren Lebensphasen kann das Individuum den Eigenwert umso eher positiv beeinflussen, je unabhängiger es von der Meinung der es umgebenden Gruppen ist. Naturgemäß ist hier die Pubertät eine kritische Zeitspanne.
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Chancen und Gefahren für den Selbstwert
Als Erwachsener beziehen die meisten von uns den Großteil der positiven und negativen Einflüsse auf den Selbstwert aus dem Beruf. Das bei steigendem Arbeitsdruck immer häufiger werdende Mobbing kann verheerende Auswirkungen auf das seelische Gleichgewicht haben und bis zu tiefer Depression führen.
Doch wer fähig ist, in solchen misslichen Situationen kompetente Hilfe in Anspruch zu nehmen, kann schrittweise wieder zu einer "helleren" Lebenssicht gelangen. Psychotherapie, Religion und ein verständnisvoller Ehepartner sind starke Momente dafür. Viele nehmen - aus Interesse an sozialen Querverbindungen und quasi "vorbeugend" - an entsprechenden Seminaren teil.
Ein zu hohes Selbstwertgefühl muss jedoch keineswegs günstig sein - und kann sich zu Überheblichkeit entwickeln. Hier ist meist die Gesellschaft und die Art der Scherze ein gutes Regulativ.
Der beste Zustand ist - wie in vielen Bereichen - ein Gleichgewicht zwischen den vier psychischen Säulen oder Grundbedürfnissen:
- Eigenständigkeit und Freiheit
- zwischenmenschliche Beziehungen und das Bewusstsein gewisser Abhängigkeit
- Wechsel in manchen Lebenssituationen
- Dauer bei wichtigen Lebensgrundlagen.
Selbstvertrauen
Das Wesen eines Tieres oder Menschen bezüglich seiner Möglichkeiten wird als dessen Selbstvertrauen bezeichnet. Es bedeutet das Vertrauen in die eigenen Kräfte und Fähigkeiten.
Grundlage von Selbstvertrauen ist das Erleben von Urvertrauen, was als die Gesamtheit des dem Kleinkind geschenkten Vertrauens und Geliebtseins gelten darf.
Das Selbstvertrauen ist eine Komponente des Selbstwerterlebens. Es resultiert aus dem Vergleich der vermeintlichen subjektiven Fähigkeiten mit den Anforderungen, mit denen sich die Persönlichkeit konfrontiert sieht. Es lässt sich an ganz konkreten und zunehmend verallgemeinerten Anforderungssituationen bestimmen, z.B. auch in psychologischen Tests. Ein hohes Selbstvertrauen gegenüber Anforderungen zeigt sich, wenn vorausschauend eingeschätzt wird, dass diese Situation gut gemeistert werden kann und umgekehrt.
Der Grad des Selbstvertrauens hängt im Normalfall von der unterschiedlichen Befähigung für bestimmte , indem sie ihre Leistungsmöglichkeiten über- oder unterschätzen. Derartige Fehleinschätzungen entstehen auf der Grundlage individueller Besonderheiten, Einstellungen und anderer Eigenschaften.
Selbstsicherheit
Unter Selbstsicherheit versteht man eine adäquate Sicherheit im Umgang mit anderen, mit sich selbst und seinen Fähigkeiten, sowie mit Leistungen, Wünschen und dem Erreichen von Zielen.
Selbstsicherheit als resultierende Eigenschaft des Selbstvertrauens kann dann gerechtfertigt sein, wenn hinsichtlich der bestimmten Anforderung hinreichend objektive Gründe gegeben sind, wie z.B. Methodenkompetenz, ausreichende Kenntnisse oder Erfahrungen, wiederholte Tätigkeiten in ähnlichen Situationen u.ä.
Hintergrund
Die Basis für einen sicheren Umgang mit sich und der Umwelt hängt eng mit dem Selbstvertrauen und dem Selbstwertgefühl zusammen. Die Selbstsicherheit bildet sich im Laufe der kindlichen Entwicklung aus:
- über das Erzielen von Wirkungen - insbesondere von jenen, die im Kind zu angenehmen, positiv erlebten Gefühlen führen;
- das Erhalten von Wertschätzung und Anerkennung (als besondere Form sozialer Wirkung);
- dem Identifizieren mit wichtigen Bezugspersonen, die selbst die nötige Selbstsicherheit haben und auf das Kind positiv reagieren;
- in der späteren Entwicklung durch eine Balance zwischen erlebter Freiheit und der Verbundenheit zu Bezugspersonen.
Siehe auch
- Bewährung, Herausforderung, Wertschätzung, Wohlwollen, Double-Bind-Theorie
- Emotion, Empathie, Encounter, Schulz von Thun, Sozialphobie
- Ferner die Philosophie von Nathaniel Branden (Psychologe und Begründer der Selbstwert-Bewegung)
- und der Philosophin Ayn Rand ("rationaler Individualismus").
Weblinks
- [http://www.selbstvertrauen.de www.selbstvertrauen.de
Hintergrundinfo zu Selbstsicherheit, Selbstvertrauen sowie Assessment, Coaching, Seminare]
