Seman

Der albanische Fluss Seman (früher zum Teil auch mit Semeni und Ergent bezeichnet; albanisch auch Semani) ist der gemeinsame Unterlauf der beiden Flüsse Devoll und Osum. Zusammen entwässern sie ganz Südostalbanien (Kolonja und Region rund um Korça), ein Gebiet von rund 5649 km². Mit dem Oberlauf Devoll kommt der Seman auf eine Länge von 281 km und bildet den zweitlängsten Flusslauf des Landes.

Der Verlauf des Seman ist wenig spektakulär: Ab dem Zusammentreffen der beiden Flüsse unweit von Kuçova (Präfektur Berat) durchzieht der Seman die große Myzeqze-Ebene, um nach 85 km westlich von Fier in die Adria zu fließen. Das ganze Gebiet entlang des Seman war bis zur Trockenlegung nach dem Zweiten Weltkrieg stark versumpft. Mit der Trockenlegung verbunden waren auch gewisse Korrekturen im Verlauf des Seman.

Die mittlere Wasserführung bei der Mündung beträgt 95,7 m³/s. Dabei übersteigt die durchschnittliche Abflussmenge im Winter die im Sommer erzielten Werte um ein 15-faches.

Im Gebiet um den Zusammenfluss von Devoll und Osum sowie im Einzugsgebiet des Flüsschens Gjanica, das bei Fier in den Seman mündet, wird Erdöl gefördert. Dies führt zu einer starken Wasserverschmutzung. Die Gjanica gilt sogar als schmutzigster Fluss Albaniens. Auch die Abwässer der Städte Berat und Fier gelangen ungereinigt in den Seman.

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