Sequenzer
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Was ist ein Sequenzer?
Ein Sequencer dient in erster Linie dem Einspielen von Musik. Dabei geht es nicht um das Aufnehmen und abspielen von Musik wie bei einem Tonbandgerät, sondern man sagt dem Computer welche Töne er spielen soll, wann er diese Töne spielen soll, wie lange die Töne dauern sollen, wie laut sie sein sollen und welches Instrument er dazu benutzen soll. Dies kann man über eine Keyboardtastatur die mit dem Computer verbunden ist, oder ganz einfach über die normale Computertastatur und die Maus. Dadurch, dass nicht "echte" Musik aufgezeichnet wird, sondern dem Computer eben nur Steuerdaten mitgeteilt werden, entstehen für die Weiterarbeit mit der Musik folgende bedeutende Vorteile: - Die Datenmenge der eingespielten Musik reduziert sich auf ein Minimum - Die Weiterarbeit (verändern, verschieben Einzelner Töne) gestaltet sich einiges einfacher
Diese Eigenschaften und Vorteile eines Sequencers prägten die Musik der heutigen Zeit sehr stark.
Sequencer History
Tonwalzenmechanik einer Spieluhr
Der älteste Sequenzer ist vielleicht die Tonwalzenmechanik einer Spieluhr. In diesem Mechanismus sind im Grunde auch Spieldaten gespeichert und zwar in Form von Metallstiften, die beim Drehen der Walze die Klangzungen mechanisch anschlagen. Die "Programmierung" eines Musikstücks auf einem solchen "Datenträger" setzte natürlich grosses handwerkliches Geschick voraus und war recht mühsam.
Step-Sequencer
Nach den mechanischen Sequencern folgten mit der Erfindung und Weiterentwicklung des Synthesizers die Step-Sequenzer. Der Name des Step Sequencers kommt daher, dass man jeden Ton Schritt für Schritt ("Step by Step") mit seinen Eigenschaften wie eben Tonhöhe, Dauer usw. programmieren musste. Anfangs waren dabei nur zwischen 8 und 64 Töne möglich.
MIDI-Sequencer
Der nächste Entwicklungsschritt war dann die Digitalisierung der Spieldaten, was deren Abspeicherung zunächst auf Tonbandkassetten und später auf Disketten erlaubte. Dann folgte die Echtzeitaufzeichnung durch direktes Einspielen mit Hilfe einer Tastatur. Schließlich wurde MIDI als universelle Sprache für elektronische Musikinstrumente eingeführt. Die heutigen Sequenzer sind überwiegend Geräte zur Aufzeichnung, Bearbeitung und Wiedergabe von MIDI-Daten.
Hardware Sequenzer
- Doepfer MAQ16/3
- Kawai Q80
- MAM SQ16
- Synthanorma Sequenzer
- Moog 960
- ARP Sequencer
- SND Sam16
Software Sequenzer
- Ableton Live
- Apple Logic (ehemals Emagic)
- Cakewalk Sonar
- Image Line FL Studio (ehemals Fruity Loops)
- Magix Music Maker, Samplitude
- MOTU Digital Performer
- Rosegarden
- Steinberg Cubase
Neben diesen sehr bekannten Vertetern der Sequenzer gibt es auch sogenannte Tracker, die seit Mitte der 80er Jahre verwendet wurden und mittlerweile nur mehr von Liebhabern verwendet werden. Die Dateiformate MOD und z.B. XM, IT, S3M, OCT, NST, AMF sind spezielle Tracker-Formate.
Weitere Software-Synthesizer, die den Tracker-Gedanken weiter führen, sind z.B. Jeskolas Buzz, HotKeys BUZZle, Ensonics Buzztard, cockslap, halfo, Aero Studio, psycle und visnorwig/akalyne.
Kategorie:Elektroakustik
