Sergei Mironowitsch Kirow

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Sergei Mironowitsch Kirow, eigentlich Kostrikow, (russisch Сергей Миронович Киров, wiss. Transliteration Sergei Mironovič Kirov; * 27. März 1886 in Urschum; † 1. Dezember 1934 in Leningrad) war ein Vertrauter Stalins und wurde nach der Entmachtung Trotzkis und der Ausschaltung dessen Anhänger 1925 Parteisekretär von Leningrad. Er wurde 1934 in Leningrad erschossen, wobei einerseits vermutet wird, dass er aufgrund seiner wachsenden Popularität bei Stalin in Ungnade gefallen war und dieser die Ermordung in Auftrag gegeben hatte, anderseits in dem Prozessbericht über die Strafsache des sowjetfeindlichen trotzkistischen Zentrums (23.-30. Januar 1937) unter anderem Radek sehr detalliert über die geplante Ermordung Kirows durch Trotzkianhänger spricht.

Stalin nahm den Tod zum Anlass für die Große Tschistka, Säuberungen, denen echte oder vermeintliche Stalingegner in Partei, Verwaltung, Armee und Industrie zum Opfer fielen. Prominente wie Sinowjew, Kamenew und Bucharin wurden in Schauprozessen zu falschen Geständnissen gezwungen, zum Tod verurteilt und hingerichtet.

1934 wurde nach ihm Stadt Wjatka in Kirow umbenannt, 1935 das Leningrader Opernhaus Mariinski-Theater in Kirow-Theater. Die Ballettkompagnie dieses Theaters verwendet auch heute nach der Rückbenennung des Theaters noch den Namen Kirow-Ballett.

Außerdem trug zwischen 1935 und 1989 die Stadt Gäncä in Aserbaidschan ihm zu Ehren den Namen Kirowabad.

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Personendaten
Kostrikow,, Sergei Mironowitsch Kirow, eigentlich
Sergei Mironovič Kirov
russischer Politiker
27. März 1886
Urschum
1. Dezember 1934
Leningrad

See also: Sergei Mironowitsch Kirow, 1. Dezember, 1886, 1925, 1934, 1935, 1989, 27. März, Aserbaidschan