Sesostris III.
Sesostris III, griechischer Name eines altägyptischen Königs der 12. Dynastie, um 1.872 - um 1.852 v. Chr.
weitere Namen:
- Se-en-Useret (Eigenname)
- Sen-Wosret (Eigenname, andere Lesart)
- Cha-kau-Rê (Thronname)
- Netjeri-cheperu (Horus-Name)
Gemahlinnen des Sesostris III. sind: Chenmetneferhedjet II. (O. Perdu, dagegen B. Schmitz) und Nofrethenut; Töchter Senetsenebisi, Menet, Sathathor und Merit.
Sesostris II., sein Vater, scheint plötzlich gestorben zu sein, denn Sesostris III. kam nicht in den Genuss einer Mitregentschaft, die sich in dieser Dynastie so bewährt hatte. Er übernahm aber ein im Inneren gefestigtes Reich, und eine seiner ersten Maßnahmen war die Renovierung des „Unas“-Kanals, den Schifffahrtsweg durch den 1. Katarakt.
Sesostris III. ist auf allen seinen Statuen gut zu erkennen: seine Gesichtszüge wirken schwermütig, die Mundwinkel sind abwärts gerichtet. Der Pharao eroberte weitere Teile Nubiens und dehnte das Reich bis zum 2. Katarakt aus, wo er bei Semna eine Grenzsperre errichtete.
In Medamut, nordöstlich von Karnak gelegen, befand sich bereits seit dem Alten Reich ein Heiligtum des Kriegsgottes Month. An dieser Stelle ließ Sesostris III. einen neuen Month-Tempel errichten, vorwiegend aus Lehmziegeln erbaut. Lediglich Türen und Säulen waren als Kalkstein. Der Tempel hatte eine Größe von 65 x 100 m, die Umfassungsmauer war 5 m dick.
In seiner Regierungszeit wurde die Macht der Provinzfürsten stark beschnitten, denn man findet keine Feudalgräber der Gaufürsten mehr. Etwa zwei Jahre vor seinem Tod machte der „Erobererpharao“ Sesostris III. seinen Sohn Amenemhet III. zum Mitregenten, wie er es bereits von seinen Vorfahren kannte.
Sesostris III. baute bei Dahschur seine „Schwarze Pyramide“ komplett aus Lehmziegeln, ohne die bei seinen Vorgängern üblichen Steinrippen. Bei einer Seitenlänge von 106,70 m war sie ursprünglich 65,50 m hoch (nach Mark Lehner 78 m hoch). Der Eingang zur Pyramide lag erstaunlicherweise im Westen! Im nicht im Zentrum liegenden Grabraum fand man den Granitsarkophag des Königs. Erstmals war die Grabkammer nicht durch Fallsteine geschützt.
Die Grabanlagen im Pyramidenbezirk des Sesostris III. waren wie üblich geplündert. Dennoch fand im Jahr 1894 de Morgan im Grab der Sit-Hathor, Tochter des Sesostris II., Schwester und Ehefrau des Sesostris III., wunderschöne Schmuckstücke.
Ebenso wurden im Grab der Prinzessin Meret Schmuck gefunden. Meret war eine Tochter des Sesostris III.
Bei Abydos (Araba el Madfuna) legte Sesostris III. sein „Osiris-Grab“ an:
Der Taltempel befand sich am Wüstenrand, ein ca. 700 m langer Aufweg führte zum Grabbezirk, der eine T-förmige Ziegelplattform bildete: 156 m breit und 160 m lang. Im Nordteil führten 2 Schächte ins 24 m tiefe Grab. Der 180 m lange Grabkorridor war mit Granit- und Quarzitplatten verschlossen. Die eigentliche Sargkammer war versteckt angeordnet. Die aufwendige Anlage lässt einige Ägyptologen vermuten, dass Sesostris III. nicht in seiner Pyramide, sondern hier bestattet wurde.
siehe auch: Liste der Pharaonen, Liste der Pyramiden
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Sesostris III. |
| ALTERNATIVNAMEN | Se-en-Useret;Sen-Wosret;Cha-kau-Rê;Netjeri-cheperu |
| KURZBESCHREIBUNG | altägyptischer König der 12. Dynastie |
| GEBURTSDATUM | |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
