Shanxi

山西省
Shānxī Shěng
Abkürzung:(Pinyin: Jìn)
Hauptstadt Taiyuan
Fläche
 - Gesamt
 - % Wasser
20. Stelle
157 000 km²
 ?
Bevölkerung


 - Gesamt 2001
 - Dichte

19. Stelle


32 970 000
211

Verwaltungstyp Provinz
Bild:China provinces shanxi.png
ISO 3166-2-Kürzel CN-14
Bezirksebenen 11
Kreisebenen 119
Gemeindeebenen 1388

Shanxi (山西 in Pinyin: Shānxī) ist eine Provinz der Volksrepublik China. Wegen des ähnlichen Namens wird sie gelegentlich mit der Nachbarprovinz Shaanxi verwechselt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Shanxi liegt zwischen dem Chinesischen Tiefland (Peking und dem mittleren Lauf vom Huang He, welche die Provinz im Westen und im Süden begrenzt. Im Norden bildet Chinesische Mauer bzw. die Innere Mongolei die Grenze. Nachbarprovinz im Westen ist Shaanxi, im Süden Henan und im Osten Hebei.

Wichtige Flüsse sind Huang He; Fen He; Sanggang He; Hutuo He. Wichtige Berge sind Lüliang Shan (bis 2831m.), Taihhangg Shan (bis 2322m.), Wutai Shan, Heng Shan.

Wichtige Städte neben der Hauptstadt Taiyuan sind Datong, Yuci, Yangquan, Changzhi, Linfen, Jincheng, Yuncheng.

Demographie

Die Provinz wird vorwiedend von Han-Chinesen bewohnt, wichtige Indigene Völker ChinasMinderheiten sind die Mongolen und Hui.

Wirtschaft

Die Provinz verfügt über äußerst reiche Kohlevorkommen bei Datong. In Shanxi sind die Erzeugung von Stahl, der Maschinenbau, die chemische Industrie und die Textilindustrie, mit Baumwollexport, wichtige Wirtschaftszweige.

In der Landwirtschaft sind der Anbau von Weizen, Hirse und Gaoliang im Terassenfeldbau von Bedeutung, sowie die Schweinezucht.

Geschichte

Schon vor einer Millionen Jahren von den ersten Menschen besiedelt, gehört die Provinz Shanxi zu den chinesischen "Urprovinzen", in denen sich im Neolithikum der frühe chinesische Staat herauszubilden begann (Xia-Dynastie). Insbesondere der fruchtbare Süden der Provinz mit seinen Lössböden gehörte zu diesem Kern. Die archäologischen Funde im Norden der Provinz belegen die Erschließung dieses Gebietes durch die Zhou-Dynastie (1100-771v.Chr.).

Während der Zeit der streitenden Reiche gehörte das Region dem Reich Chao an, mit der Hauptstadt Han-Tan. Nach der Einigung des Reiches durch Qin Shihuangdi war dieses Territorium ein ständiger Bestandteil Chinas. Unter der Han-Dynastie begann die Förderung der Kohlevorkommen bei Datong (Tatung).

Am 23. Januar 1556 kamen beim tödlichsten Erdbeben der Geschichte 830.000 Menschen ums Leben.

Um 1900 breitete sich der Boxeraufstand auf Shanxi aus, und 1937 bis 1945 wurde die Provinz durch die Japaner militärisch besetzt. Bald danach, 1947, übernahmen Kommunisten unter Mao Zedong die Macht, da ihre Basis im benachbarten Yan'an (Yenan) lag.

Tourismus

Über den Hengshan sind verschiedene Denkmäler verstreut. Am berühmtesten ist das Hängende Kloster, das in der Nähe vom Pass des Goldenen Drachen an eine steile Felswand 30 Meter über den Talboden gebaut wurde. Das im 6. Jahrhundert entstandenen Kloster besteht aus 40 kleine Hallen und Pavillons. Gestützt werden die Bauten von Balkenkonstruktionen, die in Felsspalten verankert sind.


See also: Shanxi, 1556, 1937, 1945, 1947, 23. Januar, Abkürzung