Shining

Filmdaten
Deutscher Titel: Shining
Originaltitel: The Shining
Produktionsland: Großbritannien
Erscheinungsjahr: 1980
Länge: 119 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK ab 16
Crew
Regie: Stanley Kubrick
Drehbuch: Stanley Kubrick, Diane Johnson
Originalmusik: Wendy Carlos, Rachel Elkind
Musik: Béla Bartók, György Ligeti, Krzysztof Penderecki
Kamera: John Alcott
Schnitt: Ray Lovejoy
Produktion: Stanley Kubrick, Jan Harlan
Darsteller
Jack Torrance: Jack Nicholson
Wendy Torrance: Shelley Duvall
Danny Torrance: Danny Lloyd
Dick Hallorann: Scatman Crothers
Stuart Ullman: Barry Nelson
Delbert Grady: Philip Stone
Lloyd, the Bartender: Joe Turkel

Shining ist ein moderner Horrorfilm von Regisseur Stanley Kubrick nach dem Roman The Shining von Stephen King, in dem sich in der Einsamkeit eines abgelegenen Berghotels ein schreckliches Familiendrama anbahnt.

Handlung

Das Overlook-Hotel in den Bergen von Colorado. Wie jedes Jahr wird es den Winter über geschlossen, nur der gerade als Hausmeister engagierte Jack Torrance (Jack Nicholson) und seine Familie bleiben in dem Hotel zurück, eingeschneit und abgeschlossen von der Außenwelt.

Relativ zu Beginn des Filmes legt ein Dialog zwischen Torrance Sohn und einem farbigen Hotelangestellten nahe, dass das Kind übersinnlich begabt ist. Bereits in dieser Passage wird in der Deutschen Version vom "Shining" gesprochen.

Angetrieben von zunehmenden Halluzinationen und Angstträumen verfällt der Vater Jack Torrance allmählich dem Wahnsinn und attackiert schließlich seine Frau Wendy (Shelley Duvall) und seinen Sohn Danny (Danny Lloyd), die in einem furiosen Finale nur knapp dem Mordanschlag entgehen.

Während die beiden entkommen, fährt die Kamera langsam durch die Korridore des verlassenen Hotels auf eine Fotografie zu. Darauf ist inmitten einer festlichen Gesellschaft der strahlend junge Jack Torrance zu sehen, die Bildunterschrift trägt aber das Datum 4. Juli 1921! Auf diesen Zusammenhang mit bereits Jahrzente zurückliegende und mit der Gegenwart verknüpfte Ereignise verweisen auch mehrere Rückblenden im Verlauf des Films.

Bereits die aus einem Hubschrauber gefilmte Eingangssequenz, welche die Fahrt eines Volkswagens durch die herbstliche Bergwelt von Colorado verfolgt, untermalt durch die hypnotische Musik von Krzysztof Penderecki, wirkt beeindruckend und bedrohlich zugleich.

Im furchtbarsten Moment des Films entdeckt Wendy, dass ihr Mann, der angeblich ein Buch schreiben wollte, monatelang immer nur einen einzigen Satz auf der Maschine getippt und damit hunderte von Blättern gefüllt hat: All work and no play makes Jack a dull boy (Eine Szene die im übrigen von Stanley Kubrick mehrsprachig gedreht wurde, nämlich in Deutsch Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen, Italienisch Il mattino ha l' oro in bocca (Morgenstund hat Gold im Mund) und spanisch No por mucho madrugar amanece más temprano (Auch wenn man früher aufsteht, wird die Sonne nicht früher aufgehen).

Im Gegensatz zur literarischen Vorlage setzt Kubrick andere Schwerpunkte. Die Vorgeschichte von Jack Torrance, der als Lehrer gescheitert ist, wird weitgehend ausgeblendet, der Zusammenhang zwischen dem Alkohol und seinem Wahnsinn nur angedeutet und aus den zu Tierfiguren gestutzten, scheinbar lebendig werdenden Hecken wurde im Film das Labyrinth.

1997 wurde in den USA der Roman in einer vierteiligen Serie für das Fernsehen unter der Leitung von Stephen King neu verfilmt, der sich mehrere Male sehr unzufrieden über die Verfilmung durch Stanley Kubrick äußerte.

Stanley Kubrick in einem CINEMA-Interview: "In meinem Film gibt es keine … knarrenden Türen, keine Gerippe, … überlange Schatten oder andere melodramatische Horroreffekte. Der Film erzählt ganz einfach die Geschichte einer Familie, die langsam in den Wahnsinn treibt."

Auszeichnungen

Der Film erhielt mehrere Nominierungen für den Saturn-Preis der Science-Ficton-, Fantasy- und Horrorfilmakademie in den USA. Scatman Crothers erhielt den Saturn-Preis als bester Nebendarsteller.

Siehe

Steadicam

See also: Shining, 1921, 1980, 1997, 4. Juli, A Clockwork Orange (Film), Barry Lyndon