Berlin-Siemensstadt
thumb|Lage Siemensstadt in Berlin Siemensstadt ist ein Ortsteil im Bezirk Spandau von Berlin. Der Stadtteil entstand durch Werkssiedlungen der Siemens AG.
Der Ortsteil ist auch heute von weitläufigen Werken geprägt, deren angesiedelte Firmen jedoch nicht mehr hauptsächlich zur Siemens AG gehören. Als Träger des lokalen Sports hat sich der SC Siemensstadt einen Namen gemacht.
Siemensstadt heute
Das heutige Siemensstadt liegt zwischen dem Hohenzollernkanal im Norden, der Jungfernheide im Osten, der Spree im Süden und der Alten Spree, Haselhorst/Paulstern im Westen. Gartenfeld, obwohl durch den Alten Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal getrennt, gehört auch hierzu.
Im Juni 1999 hatte Siemensstadt 12.088 Einwohner, damit ist es bevölkerungsmäßig mit einer deutschen Kleinstadt vergleichbar. Noch heute findet wöchentlich Montag und Donnerstag im Quellweg ein Wochenmarkt statt, der allerdings in letzter Zeit stark zusammengeschrumpft ist.
Historische Darstellung
[[Bild:1914_kabelwerk_westend.jpg|thumb|right|Kabelwerk Westend, erste Fabrik auf dem Gelände der späteren Siemensstadt, um ]]
In einer Darstellung des Anzeiger für das Havelland vom 1. August 1913 wird diese Situation folgendermaßen dargestellt: „[...] Dort hinter der Spree erheben sich gewaltige Gebäude in rotem Backsteinbau; vier- und fünfstöckige Gebäude von mehreren hundert Metern Front und lange Maschinenhäuser dehnen sich aus. Ein Kanal führt bis zu den Werken und unzählige Eisenbahnschienen durchqueren die weiten Gelände. Das ist die Siemensstadt.
Von dem Umfang der einzelnen Nonnendammer Abteilungen dürften folgende Zahlen ein Bild geben: Es werden ungefähr beschäftigt:
- Im Werner-Werk 7000 Personen,
- im Kleinbauwerk 3500,
- im Elektromotorenwerk 3000,
- im Dynamowerk 2300,
- im Blockwerk 800,
- in der Automobilfabrik 550,
- in der Eisengießerei 300,
- in der Gelbgießerei 200,
- in der Versuchsanstalt für elektrische Bahnen 200,
- im Kabelwerk Gartenfeld (eine halbe Stunde vom Nonnendamm) 3000.
Das sind gewiß gewaltige Zahlen, die selbst für Groß-Berliner Industrieverhältnisse ansprechen. Im Herbst wird der Spandauer Nonnendamm weitern gewaltigen Zuwachs erhalten. Das neue Zentralverwaltungsgebäude wird dann bezogen werden, und abermals werden 3000 Personen dem Nonnendamm mehr zuströmen [..] Das Werner-Werk erfährt ebenfalls fortgesetzt Vergrößerungen, alle in Charlottenburg gelegenen Siemensbetriebe sollen nach und nach auf dem Spandauer Nonnendamm angesiedelt werden [...] Umfangreiche Terrains stehen dem Siemensunternehmen zu Bauten noch zur Verfügung [...]“
Weblinks
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Koordinate: 52°32'00 N 13°16'00 O
Siemensstadt, Berlin Kategorie:Stadtbaugeschichte
