Sigmund Jähn

Sigmund Werner Paul Jähn (* 13. Februar 1937 in Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland) war der erste Deutsche im All.

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Leben

Nach der Volksschule (bis 1951) machte er eine Lehre als Buchdrucker bis 1955. Danach leistete er seinen Militärdienst bei den Luftstreitkräften der DDR und wurde zuletzt Flugzeugführer in Dienststellen der Luftstreitkräfte der UdSSR in der DDR. Ab 1966 bis 1970 studierte er in der sowjetischen Stadt Monino an der Militärakademie der Luftstreitkräfte "J. A. Gagarin". 1970 bis 1976 arbeitete Jähn als Inspekteur für Jagdfliegerausbildung und Flugsicherheit im Stab der Luftstreitkräfte der DDR. Seit 1976 hatte er sich zusammen mit Eberhard Köllner - seinem Ersatzmann - auf einen Raumflug vorbereitet; im so genannten "Sternenstädtchen" bei Moskau.

Der später zum Generalmajor beförderte Physiker, Diplom-Militärwissenschaftler flog am 26. August 1978 als Bürger der DDR in der sowjetischen Sojus 31 zusammen mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski zur sowjetischen Orbitalstation Saljut-6, wo sie eine Woche verbrachten. Jähn führte in dieser Zeit zahlreiche wissenschaftliche Experimente durch. Ein zu harter Aufschlag der Kapsel Sojus 29 (Sojus 31 blieb als Rückkehrkapsel für die Stammbesatzung an Saljut 6 angedockt) bei der Landung führte bei Jähn zu bleibenden Wirbelsäulenschäden. Ursache soll angeblich das zu späte Ausklinken des Fallschirms durch Bykowski gewesen sein.

Jähns Weltraumflug wurde in den Medien der DDR ausgiebig behandelt und verständlicherweise stark herausgehoben, stellte doch der kleinere deutsche Staat DDR den ersten Deutschen im All. Nach seiner Rückkehr wurden ihm die Auszeichnungen "Held der DDR" und "Held der Sowjetunion" verliehen und im Hain der Kosmonauten vor der Ost-Berliner Archenhold-Sternwarte eine Büste mit seinem Abbild enthüllt. Auch Schulen und Freizeitzentren der DDR erhielten schon zu Lebzeiten seinen Namen. Ein Jahr nach seinem Flug wurde in seinem Geburtsort Morgenröthe-Rautenkranz eine Ausstellung über diesen Flug eingerichtet. 1991/92 wurde diese Ausstellung stark erweitert und nennt sich seitdem Deutsche Raumfahrtausstellung.

1983 promovierte er am Zentralinstitut für Physik der Erde, Potsdam auf dem Gebiet der Fernerkundung der Erde.

Er ist seit 1990 im russischen Kosmonautenausbildungszentrum als freier Berater für das Astronautenzentrum der DLR und seit 1993 auch für die ESA (European Space Agency) tätig und lebt ansonsten in Strausberg.

Im Jahr 2001 wurde der Planetoid 1998BF14 nach ihm benannt.

Im Spielfilm Good bye, Lenin von 2003 stellte er, anders als viele Zuschauer vermuteten, nicht sich selbst dar. Die Rolle wurde von Stefan Walz gespielt.

Zitate

Sigmund Jähn Ende der 90er für einen Rundfunksender:

Sigmund Jähn in einem Interview mit SUPER ILLU 1998:

Sigmund Jähn im DLR Vortrag 2005

Werke

Literatur

Siehe auch

Weblinks

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Personendaten
Jähn, Sigmund Werner Paul
Erster Deutscher im All
13. Februar 1937
Morgenröthe-Rautenkranz im Vogtland

See also: Sigmund Jähn, 13. Februar, 1937, 1951, 1978, 1983, 1990, 1993, 2003