Slavata von Chlum und Koschumberg
Slavata von Chlum und Koschumberg (tschechisch Slavatové z Chlumu a Košumberka) war ein altes böhmisches Adelsgeschlecht, das erstmals im 12. Jh. erwähnt wurde. Der Name stammt von deren Besitztümern der Burg Chlum und der Burg Košumberk ab. Um 1620 wurden sie zu Reichsgrafen ernannt. Im Laufe der Jahrhunderte erwarben sie unter anderem Podbořany, Damírov, Kloster Sázava und durch Heirat das Vermögen der Herren von Hradec usw. Der Aufstieg begann im 15. Jh. als sie sich auf die Seite des böhmischen Adels stellten und im 16. Jh. an der Seite der Hussiten. Zu Beginn des 17. Jh. wechselten einige zu den Habsburgern und nahmen den katholischen Glauben an. Der katholische Ast erwarb im 17. Jahr weitere Macht und nahm bedeutende Stellungen in der Verwaltung ein. Sie waren verwandt mit den Geschlechtern z Hradce, Valdštejn, Smiřický, Šlik und andere. Das Geschlecht starb Anfang des 18. Jh. aus.
Persönlichkeiten
Vilém Slavata z Chlumu a Košumberka (1572 - 1652)
wechselte schon in jungen Jahren zum Katholizismus und wurde ein bedeutender Repräsentant des Glaubens vor Schlacht am Weißen Berg. 1618 war er als kaiserlicher Vertreter an Plänen zur Bestrafung der Aufständischen beteiligt, heiratete die Erbin von Hradec, erwarb weitere Länderein und wurde 1628 der höchste Kanzler im böhmischen Königreich.
