Solid State Disk

die Solid State Disk ist ein Speicher, der nur aus Speicherchips aufgebaut ist und der 'festplattenartig' angesprochen werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Vorteile

Der Verzicht auf jegliche mechanischen Teile führt im Vergleich zu normalen Plattenspeichern zu einem enormen Geschwindigkeitsgewinn. Gleichzeitig sind die Solid State Disks häufig viel kleiner und leichter als Festplatten; der Einsatz in mobilen Geräten wird hierdurch überhaupt erst möglich.

Einsatzgebiete

Durch die kurzen Zugriffszeiten und hohen Transferleistungen von Solid State Disks eignen sich diese Speichersysteme besonders für Anwendungen, die sehr plattenlastig arbeiten (Datenbanken, Sortieranwendungen). Gern werden diese Disks auch von Entwicklern und Testern benutzt, um die Leistungsfähigkeit von Festplatten-Controllern und -bussen zu messen.

Neben diesen typischen PC-Anwendungen gibt es im Bereich der Embedded Systems auch Anwendungen, bei denen es ausschließlich auf den Verzicht auf die mechanischen Teile ankommt. Eine 1-Chip-Mikrocontrolleranwendung verfügt häufig aus Platz- und Stromverbrauchsgründen erst gar nicht über einen Festplattenanschluß.

Weitere Anwendungsgebiete finden sich in sehr 'elektronikfeindlichen' Umgebungen, in denen Schmutz, mechanische Erschütterungen, Umgebungsdruckschwankungen, Temperatur und Magnetfelder den Einsatz mechanischer Platten verhindern.

Umfeld

Im Datenbankbereich werden gern 'gewöhnliche' Festplatten durch Solid State Disks ersetzt, wenn mit der Zeit die Anforderungen an die Geschwindigkeit steigen. Hier macht sich der Verzicht auf mechanische Teile besonders bei der Zugriffszeit bemerkbar. Da hier zudem häufig intensiv mit relativ kleinen Dateien gearbeitet wird, passen diese auch gut zur den üblichen Kapazitäten von Solid State Platten.

Im Videobereich werden Solid State Disks heute seltener eingesetzt, da dort sehr große Kapazitäten benötigt werden. In diesem Fall ist der Einsatz von RAID-Plattentürmen oft eine kostengünstigere Alternative mit ähnlicher Leistungsfähigkeit.

Technik

Solid State Disks kommen heute in einer Vielzahl von Varianten vor. Allen gemeinsam sind Schnelligkeit und Langlebigkeit gegenüber mechanischen Festplatten.

Zwischen 1980 und 2000 dominierten die Speichersysteme, die den direkten Ersatz einer Festplatte durch eine Solid State Disk ermöglichten. Mit dem Aufkommen der Flash-Speicher (EEPROMs) dringen die Solid State Disks seit der Jahrhundertwende verstärkt auch in den Consumer-Bereich vor.

Inzwischen findet man 'festplattenartig' organisierte Speichermedien als USB-Sticks am PC, in mobilen MP3-Playern, aber auch als Speichermedien für digitale Fotoapparate.

Der besondere Vorzug von Flash-Speichern liegt darin, daß sie ihren Inhalt auch bei einem Ausfall der Versorgungsspannung behalten können. Diesen Vorteil erkauft man sich mit dem Nachteil, daß die Anzahl der Schreibvorgänge begrenzt ist. Häufig sind auch die Schreibgeschwindigkeiten von Flash-basierten Solid State Disks nicht so hoch wie bei RAM-basierten.


Einige Hersteller versuchen, die Geschwindigkeit von RAM-Speichern mit dem Datenerhalt anderer Speichertypen zu verbinden, indem sie z. B. eine konventionelle Festplatte mit in das Gehäuse integrieren. An dieser Stelle schließt sich quasi der Kreis: auf der einen Seite die konventionellen Festplatten mit immer mehr Cache-RAM und auf der anderen Seite die Solid State Disks mit mechanischem Backup.

See also: Solid State Disk, 1980, 2000, Datenbank, USB-Stick, Zugriffszeit