Solipsismus

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Der Solipsismus (von lat. solus = allein, ipse = selbst) ist eine in der Philosophie erwogene Denkweise eines Menschen, der das ganze Sein mit dem eigenen Bewusstsein gleichsetzt.

Ein Solipsist hält also nur die eigene Subjektivität für Realität oder zumindest für das einzig Erkennbare. Damit treibt er den Idealismus in ein subjektivistisches Extrem. Von aussen wird eine solipstistische Haltung meist als extremer Egoismus wahrgenommen.

Alle sonstigen Erscheinungen werden für bloße Vorstellungen gehalten. Die Realität von Fremdpsychischem zieht der Solipsist nicht ernsthaft in Betracht, da vom eigenen auf ein anderes Bewusstsein nur per vager Analogie geschlossen werden könne.

Gegen den Solipsismus lässt sich vor allem sprachphilosophisch argumentieren: Die solipsistische Theorie verstrickt sich in einen Widerspruch, indem sie eine Sprache zu ihrer Formulierung erfordert. Dies setzt eine intersubjektive Welt voraus, deren Existenz der Solipsismus leugnet.

Der Radikale Konstruktivismus vertritt einen erkenntnistheoretischen Standpunkt, der dem Solipsismus teilweise nahe steht.

Einigen historischen Personen kann aufgrund ihres Handelns eine solipsistische Weltanschauung zugeschrieben werden, so den Diktatoren Adolf Hitler oder Alexander der Große. Auch die fiktive Figur des Sternenkaisers in Andreas Eschbachs Romanen lebt eine extreme solipsistische Weltanschauung. Der Sternenkaiser spannt das gesamte Universum dazu ein, seine persönlichen Lebensziele zu verwirklichen.

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