Außerordentlicher Parteitag
Als Außerordentlicher Parteitag wird ein Parteitag bezeichnet, der außerhalb der in einem regelmäßigen Turnus stattfindenden Parteitage veranstaltet wird. Dies geschieht für gewöhnlich aus wichtigem Anlass, der nicht aufgeschoben werden sollte. Hierzu gehört z.B. die Neuwahl eines Partei- oder Gebietsvorsitzenden, wenn der bisherige Amtsinhaber zurücktritt (so zuletzt bei der SPD 2004, als Bundeskanzler Gerhard Schröder den Parteivorsitz an den Fraktionsvorsitzenden Franz Müntefering abgab) oder wenn es gilt, nach erfolgreichen Wahlen Koalitionsvereinbarungen zu bestätigen.
Umgangssprachlich und in den Medien wird dafür auch oft der Begriff Sonderparteitag verwendet.
