Sonnenscheinpolitik

Die Sonnenscheinpolitik ist Teil von Südkoreas Außenpolitik gegenüber Nordkorea. Im Jahre 2000 hat der südkoreanische Präsident Kim Dae-jung dafür den Friedensnobelpreis erhalten.

Inhaltsverzeichnis

Übersicht

Die Sonnenscheinpolitik wurde von Kim Dae-jung eingeführt, um die Teilung der Koreanischen Halbinsel friedlich zu lösen. Diese Politik wird von Kims Nachfolger Roh Moo-hyun offiziell weitergeführt. Die Sonnenscheinpolitik steht im Kontrast zu vergangenen Programmen, die darauf hinzielten, Nordkorea im Zaum zu halten.

Der Name Sonnenscheinpolitik kommt aus Aesops Fabel vom Sonnenschein und Nordwind. Das Hauptziel der Politik ist, Nordkorea zu einer Öffnung gegenüber dem Süden zu bewegen, indem Austausch und wirtschaftliche Unterstützung gefördert werden.

Grundsatz

Die Sonnenscheinpolitik hat drei Grundsätze. Erstens wird keine militärische Aktion seitens des Nordens akzeptiert. Zweitens zielt der Süden ausgesprochen nicht darauf hin, den Norden einzuverleiben. Drittens sucht der Süden aktiv nach Zusammenarbeit.

Hauptaspekte

Die Sonnenscheinpolitik basiert auf dem Glauben, dass das Regime unter Kim Jong Il in Nordkorea nicht in nächster Zeit in sich zusammenstürzt oder sich auflöst. Es wird nicht angenommen, dass die momentane Wirtschaftslage das Regime untergräbt, selbst wenn dies eine permanente Sachlage sein sollte.

Des weiteren basiert die Sonnenscheinpolitik auf dem Glauben, dass militärische Spannungen durch bilaterale und multilaterale Abkommen verringert werden können. Die hebt die Normalisierung von politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea als auch Japan und Nordkorea hervor.

Allgemeine Richtlinien

Siehe auch: Ostpolitik

See also: Sonnenscheinpolitik, 1991, 2000, Aesop, Fabel, Friedensnobelpreis, Japan, Kim Dae-jung, Kim Jong Il, Korea