Sophisten

Die Sophisten ( lat. 'sophistes' aus griech. sophistei) bezeichnet die griechischen Philosophen, die in die Geschichte der antiken Philosophie unter der Bezeichnung Lehrer der Weisheit und der schönen Rede eingegangen sind.

Nach ihren philosophischen Ansichten und ihren logischen Lehren werden sie in einige Gruppen eingeteilt:

Seit der zweiten Hälfte des fünften Jahrhunderts vor der Zeitrechnung wurden in Griechenland alle Menschen als Sophisten bezeichnet, die z.T. gegen Bezahlung die Lehre der Sprechkunst, des Denkens und Prozessierens anboten. Auch zeigten sie besondere Methoden des Auftretens, des Handelns und des selbständigen Denkens. In den Hochzeiten der Sophistik haben ihre Vertreter die Menschen auf die Probleme des subjektiven Faktors im Erkennen und Werten hingewiesen, allerdings im Sinne eines Skeptizismus. In späterer Zeit wurden für die Sophisten auch die Bezeichnung Rhetoren verwendet.

Theodor Gomperz gab folgendes Urteil ab:

"Platons Sophisten-Verhöhnung steht auf der gleichen Linie mit Schopenhauers Schmähung
 der 'Philosophenprofessoren' oder mit Auguste Comtes Ausfällen gegen die 'Akademiker' 
 "(in: Griechische Denker, 3 Bände, 1896 bis 1909)
 

Thomas von Aquin bezeichnet die Sophisten als qui apparent scientes et non sunt. (Sie scheinen wissend, sind es aber nicht.)

See also: Sophisten, Antiphon (Sophist), Aphorismus, Aristoteles, Auguste Comte, Erkenntnistheorie, Ethik, Gorgias, Griechische Sprache, Hippias von Elis