Sousse

Sousse (arab. سوسة Susa) ist eine Hafenstadt am Mittelmeer und zugleich die zweitgrößte Stadt in Tunesien.

Die Stadt Sousse liegt ca. 130 km von der tunesischen Hauptstadt Tunis entfernt, im Süden des Golf von Hammamet am Mittelmeer. Ihre Einwohnerzahl wurde 1991 auf 200.000 Einwohner geschätzt. Sie ist Hauptstadt des Gouvernats Sousse und Metropole des tunesischen Sahel.

In der Hafenstadt hat sich vor allem die Textilindustrie und die Nahrungsmittelverarbeitende Industrie angesiedelt. Außerdem verfügt die Stadt über zahlreiche Touristenhotels, die sich vor allem im Norden von Sousse im Strandbereich aneinander reihen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Stadt wurde im 11. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern als Handelsstützpunkt gegründet und ist seitdem besiedelt. Unter der römischen Herrschaft erlebte die Stadt im bis ins 3. Jahrhundert eine wirtschaftliche Blütezeit. Die aus der Zeit der Aghlabiden stammende Festung und die Moschee wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Name

Die Stadt, arabisch: سـوسـة (Susa), hieß früher Hadrumete (Punisch), Colonia Ulpia Trajana Augusta Frugifera Hadrumetina (Römisches Reich), Hunerikopolis (Vandalisch), Justinianopolis (Byzantinisches Reich) und wird arabisch wie „Susa“ ausgesprochen. Da in Tunesien jedoch die französische Sprache allgegenwärtig ist und die Ortsbezeichnungen zweisprachig sind, findet man auch häufig „Sousse“ als Namensform.

Sousse ist Partnerstadt von Braunschweig.

Siehe auch

Weblinks

See also: Sousse, 11. Jahrhundert v. Chr., 1991, 3. Jahrhundert, Aghlabiden, Arabische Sprache, Braunschweig, Byzantinisches Reich, Französische Sprache, Hafenstadt