Sowjetische Besatzungszone
Die Sowjetische Besatzungszone (SBZ) oder Sowjetzone war das von der Sowjetunion nach 1945 besetzte Gebiet Deutschlands. Heute wird der Begriff überwiegend für die Zeit bis zur Gründung der DDR verwendet.
Bis in die 1980er Jahre hinein wurde der Begriff außerdem polemisch von Politikern der Bundesrepublik als Synonym für die (von ihnen nicht akzeptierte) DDR benutzt (oder auch "die sogenannte DDR", Sowjetzone, Sowjetdeutschland). In der Springer-Presse wurde zeitweilig statt "SBZ" die Abkürzung "SWBZ" genutzt, wobei das "W" für "widerrechtlich" stand und seitens des Verlags die Rechtmäßigkeit der Sowjetischen Besatzungszone in Frage gestellt werden sollte.
Die SBZ war eine der vier Besatzungszonen, in die Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg aufgeteilt war. Entsprechend dem Potsdamer Abkommen vom August 1945 übernahm die Sowjetischen Militäradministration (SMAD) die Besatzungsaufgaben in diesem Landesteil. Sehr bald erlaubte die SMAD die Bildung von vier politischen Parteien, darunter die KPD. Diese warb mit einem bürgerlich klingenden Programm, bereitete aber bereits ihre Diktatur vor: die SPD wurde durch eine Zwangsvereinigung einverleibt (Bildung der SED), die CDU und die LDPD mussten über ein Allparteien-Komitee ("Nationale Front"), in der auch verschiedene staatstragende Massenorganisationen wie der FDGB und die FDJ vertreten waren, mitarbeiten.
Ursprünglich wollte Josef Stalin die Einheit eines blockfreien neutralen Deutschland, das er unter anderem mit einer Note an die Westmächte 1952 forderte. (Stalinnoten) Als aber der Westen sich dem widersetzte, ging er zum Aufbau eines neuen Staates über, der de facto auf die SBZ beschränkt blieb.
In der SBZ entstanden 1945 die Länder Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die am 7. Oktober 1949 Bestandteil der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) wurden.
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