Fußballnationalmannschaft der UdSSR
| Logo | |||||||||||||||||||
Heimtrikot
| Auswärtstrikot
| ||||||||||||||||||
| Spitzname | |||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sbornaja | |||||||||||||||||||
| Verband | |||||||||||||||||||
| - | |||||||||||||||||||
| Letzter Trainer | |||||||||||||||||||
| ? | |||||||||||||||||||
| Rekordspieler | |||||||||||||||||||
| Oleg Blochin (112) | |||||||||||||||||||
| Rekordtorschütze | |||||||||||||||||||
| Oleg Blochin (42) | |||||||||||||||||||
| Erstes Länderspiel | |||||||||||||||||||
| Estland 2:4 UdSSR (Tallinn, Estland; 18. September 1923) | |||||||||||||||||||
| Letztes Länderspiel | |||||||||||||||||||
| Zypern 0:3 UdSSR (Larnaka, Zypern; 13. November 1991) | |||||||||||||||||||
| Höchster Sieg | |||||||||||||||||||
| UdSSR 11:1 Indien (Moskau, Sowjetunion (heute: Russland); 16. September 1955) Finnland 0:10 UdSSR (Helsinki, Finnland; 15. August 1957) | |||||||||||||||||||
| Höchste Niederlage | |||||||||||||||||||
| England 5:0 UdSSR (London, England; 22. Oktober 1958) | |||||||||||||||||||
| Weltmeisterschaft | |||||||||||||||||||
| Endrundenteilnahmen: 7 (Erste: 1958) Bestes Ergebnis: Vierter Platz 1966 | |||||||||||||||||||
| Europameisterschaft | |||||||||||||||||||
| Endrundenteilnahmen: 7 (Erste: 1960) Bestes Ergebnis: Europameister 1960 | |||||||||||||||||||
Die Fußballnationalmannschaft der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken gehörte stets zu den stärksten Auswahlteams in Europa und der Welt. Zusammengestellt aus den erfolgreichsten Vereinen des 1922 gegründeten Vielvölkerstaates, u.a. Dynamo Kiew, Dnjepr Dnjepropetrowsk, Dynamo Tbilisi, Schachtjor Donezk, Dynamo Minsk, Zenit Leningrad und den Moskauer Clubs Spartak, Torpedo, Dynamo, ZSKA und Lokomotive, war die "Sbornaja" Stammgast bei den Turnieren der FIFA (Fußballweltmeisterschaft) und UEFA (Fußballeuropameisterschaft).
Der größte Erfolg der Elf mit dem kyrillischen CCCP auf der Brust war der Sieg beim 1. Europapokal der Nationen 1960, dem Vorgänger der heutigen Europameisterschaft. Mit einem 2:1 nach Verlängerung gegen Jugoslawien im Pariser Parc des Princes wurde das Endspiel dieser ersten kontinentalen Meisterschaft gewonnen. Bei den EM-Ausgaben 1964, 1972 und 1988 konnte die Mannschaft der UdSSR jeweils Vizeeuropameister werden. Beim 2. Europapokal der Nationen 1964 verlor das sowjetische Team das Finale gegen Gastgeber Spanien im Madrider Estadio Santiago Bernabéu mit 1:2. Deutlich (0:3) unterlag die "Sbornaja" das Endspiel der 1972er EM im Brüsseler Heysel-Stadion gegen eine der am höchsten eingeschätzten Fußballergenerationen der Bundesrepublik Deutschland. Am Ende des Turniers in der Bundesrepublik Deutschland 1988 war die niederländische "Elftal" mit ihren Stars Ruud Gullit, Marco van Basten und Frank Rijkaard zu stark für die Sowjets (0:2-Niederlage im Münchner Olympiastadion).
Bei den vom Weltverband FIFA organisierten Fußballweltmeisterschaften konnte die "Sbornaja" keine Medaille erringen. Bestes Ergebnis war ein 4. Platz bei der WM-Endrunde 1966 in England. Nachdem die Elf aus der UdSSR im Halbfinale gegen das Team aus der Bundesrepublik mit 1:2 verloren hatte, mussten sich die Spieler um Torwartlegende Jaschin mit dem selben Ergebnis den Portugiesen mit WM-Torschützenkönig Eusébio Ferreira da Silva im "kleinen Finale" geschlagen geben. Bei der 1986er WM in Mexiko begeisterten die von Waleri Lobanowski betreuten Fußballer mit spektakulärem Fußball, so zum Beispiel beim 6:0-Sieg in der Vorrunde über Ungarn, scheiterten jedoch bereits in einem begeisternden, aber zu offensiv geführten Achtelfinalmatch an den "Roten Teufeln" aus Belgien mit 3:4 nach Verlängerung.
Neben den drei bei diesem Wettbewerb errungen Bronzemedaillen (1972, 1976 und 1980) gehören die beiden Siege bei den Olympischen Fußballturnieren in den Jahren 1956 und 1988 zu den Sternstunden des sowjetischen Fußballs. Während Bronze im heimischen Moskau 1980 und Gold im südkoreanischen Seoul 1988 von den jeweiligen Jahrgängen der UdSSR-Olympiaauswahl erspielt wurden, gingen die beiden 3. Plätze von München 1972 und Montréal 1976 sowie das Olympische Gold von Melbourne 1956 - aufgrund der damals noch geltenden Teilnahmeregeln - auf das Konto der sowjetischen A-Nationalmannschaft.
Bekannteste Spieler in der Sowjetunion waren u.a. Lew Jaschin, Valentin Iwanow, Eduard Strelzow, Igor Netto, Igor Tschislenko, Oleh Blochin, Jewgeni Rudakow, Leonid Burjak, Juri Gawrilow, Rinat Dassajew, Ihor Bilanow, Alexander Sawarow, Oleg Protassow und Aleksei Michailitschenko.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion zu Beginn der 1990er Jahre spielen nun 15 Nachfolgestaaten mit ihren jeweiligen Nationalmannschaften im internationalen Wettbewerbsfußball, wobei die beiden traditionellen Führungskräfte Rußland und die Ukraine die stärksten Vertretungen stellen.
Albanien |
Andorra |
Armenien |
Aserbaidschan |
Belgien |
Bosnien-Herzegowina |
Bulgarien |
Dänemark |
Deutschland |
England |
Estland |
Färöer |
Finnland |
Frankreich |
Georgien |
Griechenland |
Irland |
Island |
Israel |
Italien |
Kasachstan |
Kroatien |
Lettland |
Liechtenstein |
Litauen |
Luxemburg |
Malta |
Mazedonien |
Moldawien |
Niederlande |
Nordirland |
Norwegen |
Österreich |
Polen |
Portugal |
Rumänien |
Russland |
San Marino |
Schottland |
Schweden |
Schweiz |
Serbien-Montenegro |
Slowakei |
Slowenien |
Spanien |
Tschechien |
Türkei |
Ukraine |
Ungarn |
Wales |
Weißrussland |
Zypern
aufgelöste Nationalmannschaften:
Böhmen-Mähren |
DDR |
Jugoslawien |
Saar |
Tschechoslowakei |
UdSSR
UdSSR
