Spätaussiedler

Aussiedler, die nach 1992 nach Deutschland eingewandert sind, wurden offiziell als Spätaussiedler bezeichnet. Sie sind Deutsche im Sinne des Grundgesetzes.

Inhaltsverzeichnis

1 Literatur
2 Weblinks

Legaldefinition

Das Bundesvertriebenengesetz (BVFG) benennt in § 4 a.a.O. folgende Kriterien für eine Anerkennung als Spätaussiedler:

Historie

Die Nachfahren der deutschen Auswanderer, die sich im 18. und 19. Jahrhundert im »Osten« (Rumänien, Ungarn und vor allem Russland) niederließen, konnten seit den 1960er Jahren auf Antrag (und mit der Begründung ihrer Deutschstämmigkeit und/oder der Familienzusammenführung) in die Bundesrepublik übersiedeln.

War die Anzahl der Spätaussiedler anfangs noch gering, schwoll der Auswanderungsstrom seit der Perestroika und mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion stark an. Die Lösung des Problems der Integration in die westliche deutsche Gesellschaft wurde durch die steigende Arbeitslosigkeit und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht einfacher.

Viele »Beutegermanen«, die während des Krieges nach Deutschland kamen, wurden in der Anfangszeit der Besetzung einfach in die sibirischen oder asiatische Gebiete verschleppt - als Reparationszahlungen für die Unkosten, die im Kampf gegen Deutschland im Zweiten Weltkrieg entstanden sind - und mussten als Zwangarbeiter in Fabriken oder Minen arbeiten. Die Menschen, die jetzt noch nach Deutschland aussiedeln wollen, müssen neben dem Nachweis der Deutschstämmigkeit auch einen deutschsprachigen Test ablegen, um zu beweisen dass sie »aktiv die deutsche Lebensart gepflegt hatten«.

Siehe auch: Russlanddeutsche, Geschichte der Russlanddeutschen, Russlandmennoniten, Polnischsprachige Kultur in Deutschland, Russischsprachige Kultur in Deutschland

Literatur

Ingenhorst, Heinz, Die Rußlanddeutschen: Aussiedler zwischen Tradition und Moderne, Frankfurt / Main 1997

Weblinks

Das BVFG im Internet Kategorie:Vertriebenenthematik

See also: Spätaussiedler, 1960er, Arbeitslosigkeit, Aussiedler, Beutegermanen, Bundesvertriebenengesetz, Deutschland, Geschichte der Russlanddeutschen, Grundgesetz, Integration