Spätscholastik

Die Spätscholastik umfaßt die dritte Periode der Scholastik etwa von 1300 bis 1450

Die Verschmelzung der Logica nova und der neuen terministischen Logik war wesentlich ein Erfolg der Logik des 14. Jahrhunderts. Eine semantische Erörterung der ganzen aristotelischen Logik und eine Reihe von fruchtbringenden Einzelanalysen waren das Ergebnis. Die Logik wurde aus der "Umklammerung" der Ontologie befreit und wurde wiederum ein rein formales Untersuchungsgebiet. Logik ist die Lehre von den Gesetzen des menschlichen Denkens und sagt nichts über die Struktur der Wirklichkeit aus.

Die Größen, mit denen sich die Logik beschäftigt, sind keine onotologischen Realitäten, sondern Produkte des Intellekts. Diese Haltung wurde gewöhnlich als Nominalismus bezeichnet. Eine der wichtigsten Diskussionen innerhalb der nominalistischen Wissenschaftstheorie wurde die Frage, wie man auf dem Hintergrund der nominalistischen Theorie der Erkenntnis und der Logik das aristotelische Wissenschaftsideal aufrecht erhalten konnte, nach dem der Gegenstand der Wissenschaft allgemein und ewig sein sollte, obwohl es nur individuelle und vergängliche Gegenstände in der natürlichen Welt geben sollte. Es verdient eigens erwähnt zu werden, daß diese spätscholastische Logik in England entstanden war. Erst später hatte sie sich nach Deutschland, Frankreich und Italien ausgebreitet.

Zeittafel zur Frühscholastik, Hochscholastik und Spätscholastik:

See also: Spätscholastik, 1132, 1300, 1335, 1396, 1429, 1450, Adam Parvipontanus, Albert von Sachsen, Anselm von Canterbury