Speläologie

[[Bild:Höhle.jpg|thumb|200px|right|Die Höhle Ogof Craig A Ffynnon in ]] Der Begriff Speläologie (lat: spelaeum, Höhle; spelunca, Grotte; ist der Fachbegriff für Höhlenforschung/Höhlenkunde. Öfters wird auch die Schreibweise speleo anstelle speläo verwendet.

Inhaltsverzeichnis

Arbeitsgebiete und Aufgaben

Ziel der Speläologie ist die Erforschung (und der Schutz) von Höhlen und Karsterscheinungen.

Die Speläologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die viele Teilbereiche der

zusammenführt.

Ein weiterer Bereich ist die praktische Speläologie zu der die Einseiltechnik (SRT), das Höhlentauchen), die Vermessung und Karthographie gehört. Das Auffinden neuer Höhlenteile und deren Vermessung ist eine der Hauptaufgaben der Speläologen.

Speläologe/Höhlenforscher

Definition von Speläologen:
Oft werden irrtümlicherweise alle Besucher von Höhlen als Höhlenforscher bezeichnet. Besonders bei Werbetexten von Adventure-Anbietern. Man unterscheidet in:

Es gibt nur sehr wenige berufliche Speläologen. Oft sind es Geologen, die Forschungsprojekte für ihre Universität durchführen. Die meisten Speläologen sind Hobbyforscher, die sich ihr Wissen angeneigt haben und oftmals mit Forschern unterschiedlicher Fachrichtungen zusammenarbeiten. In vielen höhlenkundlichen Vereinen sind auch Wissenschaftler in ihrer Freizeit tätig.

Des Weiteren verfügen Speläologen noch über praktische Qualifikationen wie Klettern, Höhlentauchen, Notfallmedizin, Höhlenrettung, Vermessung.

Vermessung & Höhlenplan

Es werden verschiedene Vermessungsverfahren angewendet. Während in kleineren Höhlen oft mit Maßband, Hängezeug und Kompass vermessen wird, kommt in alpinen Höhlen eher Kompass, Neigungsmesser und Laser-Distanzmessgerät zum Einsatz. Dabei werden sogenannte Polygonmesszüge gemacht, die auch auf einen Plan eingezeichnet werden. Der Zeichner erfasst auf dem Plan auch Gangbreiten, Umrisse, Höhleninhalt, sonstige Besonderheiten usw.

Aus den vorort gewonnen Daten wird dann, neuerdings meist mit CAD-Unterstützung, ein Höhlenplan erstellt. Hierbei werden auch weitestgehend internationale Signaturen verwendet, die allen Höhlenforscher das Verstehen des Planes erleichtern.

Einseiltechnik (SRT)

Die Einseiltechnik (single rope technique) dient zum Befahren von überwiegen vertikalen Stecken wie zum Beispiel Schächten. Da in Höhlen viele Stellen aufgrund von Nässe und Schlamm nicht im klassischen Stil erklettern werden können, werden diese technisch geklettert. Die grundlegende Ausrüstung besteht aus Höhlensitzgurt, Brustgurt, Sicherungsset (Cowtail), Bruststeigklemme, Handsteigklemme mit Fussschlinge und Abseilgerät. Es wird auf eine solide Mehrfach-Verankerung geachtet an der das Statikseil befestigt wird. Zum Abseilen werden selbstblockierde Abseilgeräte oder sogenannte Racks verwendet. Für den Aufstieg existieren verschiedene Methoden. Der Speläologe schiebt abwechselnd die Steigklemmen nach oben und kann so auch freihängend am Seil aufsteigen.

Gefahren

Neben den allgemeinen alpinen Gefahren existiert noch die Gefahr bei Hochwasser eingeschlossen zu werden beziehungsweise zu ertrinken. Hinzu kommt die erhöhte Absturzgefahr durch Nässe und Schlamm im steilen Gelände. Auch kann in der Höhle kein Notruf abgesetzt werden und der Weg nach aussen kann mehrere Stunden bzw. Tage betragen. Die Höhlenrettung eines Verunglückten dauert in der Regel sehr lang.

Weblinks

http://www.uis-speleo.org/

See also: Speläologie, Computer Aided Design, Fledermaus, Höhle, Höhlenforscher, Höhlenrettung, Höhlentauchen, Höhlentiere, Karst, Kompass